Hunderte Kinderpornos bei Mann im MK gefunden

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Hunderte Videos und Bilder von sexuellem Missbrauch an Kindern fand die Polizei bei dem Mann.

Hunderte abstoßender Videos und Bilder hat ein Mann im MK auf seinem Rechner gehabt. Seine Erklärung ist abenteuerlich.

Altena – Die Frau im Urlaub, der Mann drei Wochen lang allein zu Hause: In dieser Situation kam ein 56-jähriger Altenaer auf die Idee, das Internet nach Pornografie zu durchsuchen. 

Das wäre ihm nicht vorzuwerfen gewesen, wenn die Polizei im September 2019 auf seinem Computer und seinem Smartphone nicht viele hundert kinderpornografische Bild- und Videodateien gefunden hätte. 

Ehefrau findet die Bilder

Die Ermittlungen waren durch das Prüfen von Verbindungsdaten eines weiteren Beschuldigten ins Rollen gekommen. 

Die Beamten waren nicht die ersten, die auf dem Rechner des Altenaers das Bildmaterial sexuell missbrauchter Kinder fanden: „Meine Ehe ist fast zerbrochen daran“, gestand ein ziemlich kleinlauter und tief zerknirschter Angeklagter, der im Amtsgericht Altena selbst von einer „immensen Schuld“ sprach. 

Die erste Sühne hatte seine Frau verhängt: „Ich musste in die Kirche gehen und beichten.“ Der Gang zum zuständigen Geistlichen und diverse Rosenkränze ersparten allerdings nicht den Termin vor dem weltlichen Richter. 

Kurioser Erklärungsversuch

Der Angeklagte bemühte sich zunächst, das Auftauchen der Bilder auf seinen Geräten als Beifang der Suche nach Erwachsenen-Pornografie darzustellen. Er habe die Dateien runtergeladen und dann erst gesehen, „dass da auch Kinder dabei waren“. 

Er musste allerdings zugeben, dass er die Bilder nicht sofort wieder gelöscht hatte. Und so wurde er daran erinnert, dass man solche Bilder im Internet nicht ohne eigene Bemühungen bekommt und dass sich „hinter jedem dieser Fotos ein Schicksal“ verbirgt. 

Angeklagter reumütig

Der Angeklagte verließ daraufhin seine Verteidigungslinie. „Zu meiner Verteidigung gibt es hier gar nichts zu sagen. Ich zahle die Geldstrafe.“ Die erreichte 90 Tagessätze zu 40 Euro, die sich zu einer Gesamtstrafe von 3600 Euro summieren. Der Angeklagte akzeptierte das Urteil noch im Gerichtssaal.

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Für Aufsehen sorgte ein Fall aus Lüdenscheid: Ein Vater stand vor Gericht, weil er seine kleinen Töchter missbraucht haben soll.

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