Mehr als 1300 kinderpornografische Fotos gefunden: Altenaer (48) verurteilt 

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Altena –Mehr als 1300 Fotos mit  kinderpornographischem Inhalt hat die Polizei bei einem 48-Jährigen aus Altena gefunden. Darunter auch Bilder einer Vergewaltigung.

Als fleißiger Sammler kinderpornographischer Bilder betätigte sich ein 48-jähriger Mann aus Altena, der sich deshalb vor einem Schöffengericht verantworten musste. 

In der gemeinsamen Wohnung in der Burgstadt fand seine Lebensgefährtin am 8. November 2018 in der Arbeitstasche des Mannes elektronische Speichermedien und schmiss ihn raus. „Ich habe eine Woche im Auto geschlafen nach dem Rausschmiss“, erklärte der Angeklagte im Amtsgericht Altena. 

So als hätte er die zu erwartende Strafe schon ein Stück weit im Auto abgesessen. Mehr als 1300 Bilder hatten die Ermittler auf seinem Notebook, einem Speichermedium und dem Smartphone gefunden. Sie zeigten sexuelle Handlungen an Kindern unter 14 Jahren, darunter die „Vergewaltigung eines Kleinkindes“, wie Richter Dirk Reckschmidt zusammenfasste. 

"Fassungslos, dass man sich nicht bremsen kann"

„Ich bin fassungslos, dass ein erwachsener Mann sich nicht bremsen kann.“ Über seinen Verteidiger legte der 48-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. Nicht etwa das Darknet, sondern das normale Internet habe ihm die Beschaffung der Bilder sehr leicht gemacht und ihn quasi verführt: „Ich habe ganz normal über Google gesucht. Dann öffneten sich die Seiten.“ 

Aber: „Da gibt es nichts zu beschönigen“, erklärte der Verteidiger. Sein Mandant habe sich in den Vorgesprächen „sehr reuig gezeigt“. Der 48-Jährige sagte: „Es tut mir sehr leid. Das war eine ganz doofe Sache.“ 

Richter Reckschmidt erinnerte daran, dass sich hinter der Argumentation „nur angeklickt“ das große Problem verberge: „Hinter jedem Einzelnen dieser Bilder steckt ein Schicksal.“ 

Für den Angeklagten wurde es teuer: Das Schöffengericht folgte dem Antrag des Staatsanwaltes, der eine Geldstrafe von 130 Tagessätzen zu je 70 Euro beantragte. Diese summieren sich zu 9100 Euro. Der Angeklagte akzeptierte das Urteil und verzichtete noch im Gerichtssaal auf weitere Rechtsmittel.

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