Genossen für den Dahler Dorfladen gesucht

ALTENA - Am Wochenende werden die Dahler schon wieder Post „in Sachen Dorf“ im Briefkasten finden. Ging es zuletzt um die Aktion „Eine Stunde für Ihr Dorf“, so sucht Ortsvorsteher Helmar Roder jetzt Genossen – nicht, um den SPD-Ortsverein zu stärken, sondern für die Gründung des Dorfladens, der in der Form einer eingetragenen Genossenschaft betrieben werden soll. Das hatte Joachim Schaumann, der in Dahle lebende Rechtsanwalt, geraten.

Im Grund ist alles klar: Die Familie Scholz stellt die heute als Marktcafé und früher als Lebensmittelgeschäft genutzten Räume in der Dorfmitte zu einem günstigen Preis zur Verfügung. Metzgermeister Horst Höfer hat sich bereit erklärt, das Geschäft zu führen und dabei seine jahrzehntelange Erfahrung einzubringen. Unterstützt werden soll er dabei von Ehrenamtlichen und, wenn nötig, 400 Euro-Kräften.

Auch die wichtigste Bedingung sieht Roder erfüllt: Es gebe bereits großes Interesse an einem solchen Frischemarkt. Viele Dahler seien bereit, dort tatsächlich auch einzukaufen, berichtet Roder aus zahlreichen Gesprächen mit seinen Mitbürgern.

Was noch fehlt, ist die finanzielle Basis: 25 000 Euro werden benötigt – das sei großzügig gerechnet, versichert Roder, vielleicht komme man auch mit weniger Geld aus. Seine Idee: Wenn ganz viele Dahler sich mit Anteilen von jeweils 100 Euro an der zu gründenden Genossenschaft beteiligten, dann könnte das Startkapital aufgebracht werden, ohne dass ein Einzelner ein zu großes finanzielles Risiko tragen müsste.

Gebraucht wird das Geld vor allem für den Kauf von Kühltheke und Kühlaggregaten, auch das vor Geschäftseröffnung anzuschaffende Grundsortiment will natürlich bezahlt sein. „Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ appelliere ich deshalb an alle Dahler, sich für ihren Frischemarkt einzusetzen und Anteile an dieser Genossenschaft zu erwerben“, schreibt der Ortsvorsteher in seinem Brief an alle Haushalte.

Der Frischemarkt soll in erster Linie Frischfleisch, Wurstwaren, Käse, Obst und Gemüse im Sortiment führen. Denkbar ist für Helmar Roder auch eine Ergänzung durch andere, regionale Produkte.

vonThomas Bender

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