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Keine maskenbedingte Atemnot mehr

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Von: Thomas Krumm

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Fast 50 Besucherinnen und Besucher kamen zum Generationentreff in der ehemaligen Grundschule am Knerling. Das musikalische Programm vom Akkordeonorchester wurde ordentlich beklatscht.
Fast 50 Besucherinnen und Besucher kamen zum Generationentreff in der ehemaligen Grundschule am Knerling. Das musikalische Programm vom Akkordeonorchester wurde ordentlich beklatscht. © Krumm

Mit einem ganz besonderen Musik-Programm hat der Generationentreff in der ehemaligen Grundschule Knerling am Dienstag fast 50 Besucher angelockt: Natürlich freuten sich alle, dass es endlich wieder einigermaßen gut vertretbar war, eine Veranstaltung ohne Atemnot unter einer Maske zu erleben. „Die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei“, hieß es.

Altena - Tatsächlich sollen sich beim Generationentreff normalerweise alle treffen, aber der frühe Beginn um 15 Uhr macht das für die werktätige Bevölkerung schwierig. Deshalb ist das Treffen, das immer am ersten Dienstag des Monats stattfindet, eher ein Seniorentreff mit entsprechenden Referenten und Themen: Pflegeberatung, das weite Feld der Urologie, polizeiliche Ratschläge gegen Trickbetrüger. Viel wichtiger als all das ist allerdings das fröhliche Beisammensein, das durch exzellente Kuchen und Torten noch schöner wird: Apfelkuchen, Schwarzwälder Kirsch, Fantakuchen, Heidelbeer-Sahne und vieles mehr wurden gesichtet, gekostet und für sehr gut befunden.

Dazu gab es gepflegte Unterhaltung: Zu Gast war das etwas verkleinerte Akkordeonorchester Hohenlimburg unter der Leitung von Jürgen Lollert. Er und Margit Buxhoidt, die 1. Vorsitzende des Vereins, führten mit viel Humor durch das Programm. „Wir freuen uns, hier heute spielen zu können.“ Der Kontakt nach Altena kam durch einen Musiker zustande, der vom Knerling stammt und mittlerweile wieder dort wohnt. „Klaus ist hier zur Schule gegangen“, stellte Lollert seinen Mitmusiker vor.

Der Zeitpunkt des Auftritts im Jahreskalender legte den Einstieg in das musikalische Programm nahe: „Der Mai ist gekommen.“ Nach „Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen ging es in die Welt des italienischen Liedguts. „Bella Ciao“ erinnerte an den Kampf der Partisanen im 2. Weltkrieg. „Lasciami cantare“, „Lass mich singen mit der Gitarre in der Hand“, ließ sich als Aufforderung zur stimmlichen Mitwirkung deuten. Die Bereitschaft war da – nur die Textsicherheit fehlte manchmal. Auch geschunkelt wurde munter zu Dmitri Schostakowitschs schöner „Jazz-Suite Nr. 2“, aus der André Rieu seinen „Second Waltz“ machte. Nein, zu blau oder zu lang war dieser Nachmittag keineswegs, obwohl Adriano Celentanos Text im Hintergrund lauerte, als die Akkordeonisten die Noten zu seinem „Azzurro, il pomerigio è troppo azzurro“ anstimmten. Eine gewisse „Gloria“, „Mamma mia“ und „Ti amo“ vervollständigten den italienischen Reigen.

„Memories“ aus dem Musical Cats und „Just a gigolo“ kamen hinzu, bevor das Orchester den Besuchern die Chance gab, einen recht bekannten Text von Udo Jürgens hinzuzufügen: „Ich war noch niemals in New York.“

„Wenn jemand gut zu Fuß ist, kann er sich hier nach vorne bewegen“, schlug Jürgen Lollert vor. Dazu kam es nicht. Es wurde mitgesungen, rhythmisch geklatscht, geschunkelt – aber nicht getanzt.

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