Gemeinschaft löst sich nach vielen Jahrzehnten auf

Letzte Zugabe des Frauenchors Altena am Sonntag

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Die Sängerinnen laden zu ihrem letzten Auftritt am Sonntag ein und hoffen, noch einmal viele Zuhörer zu erreichen. Dann möchte sich der Chor von seinen langjährigen Weggefährten verabschieden.  

Altena -  Viele Jahrzehnte war der Frauenchor fester Bestandteil der Evangelischen Kirchengemeinde Altena. Gegründet in der Zeit vor Luther-Kantor Günther Treeck, wuchs er unter dessen Leitung. Nach einer kurzen Pause begann dann die Probenarbeit wieder mit der Anstellung von Johannes Köstlin im Jahr 2000.

Unzählige Auftritte bei Feiern, Gottesdiensten und in Altenheimen wurden gestaltet und auch die Geselligkeit kam nie zu kurz. Das Kaffeetrinken zu Jahresbeginn oder die Besuche der Eisdiele an der Mittleren Brücke, aber auch Ausflüge wie zuletzt ins Café Cora nach Sundern zeugen davon. In den vergangenen Jahren wurde eine sehr erfolgreiche Kooperation mit dem Seniorensingkreis Wiblingwerde gepflegt und beispielsweise die gemeinsamen Himmelfahrtsgottesdienste beider Gemeinden musikalisch gestaltet - zuletzt noch in diesem Jahr. Neben vielem Schönen hat der Chor auch miteinander viel Schweres getragen; von mancher Sängerin galt es, im Laufe der Jahre Abschied zu nehmen. So wurde der Kreis allmählich kleiner. Nun hat der Chor selbst die schwere Entscheidung getroffen, das Singen in Gemeinschaft zu beenden. Aber die rüstigen Damen wollen sich nicht einfach so aus dem Staub machen, sondern verabschieden sich musikalisch im Gottesdienst am kommenden Sonntag ab 10.30 in der Lutherkirche von der Gemeinde. Noch einmal werden die Sängerinnen aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde gemeinsam singen. Dazu fand am Montag eine gemeinsame Probe in Altena statt, in der 18 Damen ihre Stimmen vereinigten. So darf man sich auf einen musikalisch reich gestalteten Gottesdienst freuen, in dem auch ein Kind getauft werden wird - Willkommen und Abschied sozusagen gleichermaßen. Die Frauen hoffen auf möglichst viele Menschen, die am Sonntag den Weg in die Lutherkirche finden, damit sie sich würdig von ihrem treuen Stammpublikum verabschieden können.

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