Erstes Netzwerk-Treffen

Gemeinsam durch die Corona-Krise: Altenas Wirte bündeln ihre Kräfte

Gemeinsam durch die Corona-Krise: Altenas Wirte bündeln ihre Kräfte
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Gemeinsam durch die Corona-Krise: Altenas Wirte bündeln ihre Kräfte

Nach monatelangem Lockdown wollen Altenas Gastronomen nun ihre Kräfte im Kampf gegen die Corona-Krise - unter anderem mit einheitlichem Hygienekonzept. Aber sie denken weiter als bis zum Ende der Corona-Zeit.

Altena – Erfahrungen austauschen, aktuelle Themen diskutieren, Ideen und Kompetenzen bündeln, um die eigene Branche gemeinsam zu beleben und für Gäste möglichst noch attraktiver zu machen: Mehrere Gastronomen in der Burgstadt sind gewillt, zukünftig stärker an einem Strang zu ziehen. Das ist ein zentrales Ergebnis des ersten Netzwerk-Treffens der Altenaer Gastronomiebetriebe, das von der städtischen Tourismusbeauftragten Melanie Jens initiiert wurde.

„Das Netzwerk-Treffen war einfach klasse“, sagt Kai Spelsberg. Der Juniorchef des Gasthofs Spelsberg war einer von mehreren Gastronomen, die sich in einer Zoom-Videokonferenz zusammenschalteten. „Wir wollten einen Austausch der Altenaer Gastronomen schaffen und Raum für Ideen, Projekte und Anregungen geben. Die Idee dazu ist entstanden durch die aktuelle Situation“, sagt Melanie Jens.

Große Motivation trotz Lockdowns

Beim ersten digitalen Netzwerk-Treffen hätten die Gastronomen, die Lockerungen und Öffnungsperspektiven herbeisehnen, auch über Probleme in der Corona-Krise gesprochen. Aber eben nicht nur. „Es wurde sich beispielsweise auch darüber ausgetauscht, wie man ein Wohnmobil-Dinner koordiniert oder was generell möglich ist – und was eben nicht“, berichtet Melanie Jens. Sie habe in der Videokonferenz festgestellt, dass trotz harter Lockdown-Monate bei den Gastronomen die Motivation groß sei. Sehr groß sogar. Der Blick geht nach vorne. Das gelte unter anderem auch für das Eiscafé San Remo, das beim Netzwerk-Treffen auch dabei war.

Dementsprechend sei natürlich auch der angesichts sinkender Inzidenzen mögliche und näher rückende „Re-Start“ der Gastronomie ein großes Thema gewesen. Tenor aus der Runde: In den Altenaer Gastronomiebetrieben soll ein „einheitliches Hygienekonzept“ sowie – wenn möglich – die Anbindung an die Luca-App auf freiwilliger Basis angestrebt werden, so dass sich Gäste in den Restaurants, Cafés und Kneipen der Stadt auf eine einheitliche Kontaktdatenerfassung und eine klare Linie einstellen können.

Altena gemeinsam attraktiver machen

Während des Netzwerk-Treffens sind zudem mehrere Ideen zusammengetragen worden, was die Altenaer Gastronomie-Szene zukünftig auf die Beine stellen könnte. Angefangen bei gemeinsamen Marketing-Aktionen über kleinere Veranstaltungen (sogenannte Mikro-Events wie beispielsweise Karaoke-Abende in überschaubarem Rahmen) bis hin zu größeren Veranstaltungen mit Bewirtung, wenn die Pandemie-Lage diese irgendwann wieder zulässt.

„Wir sind zwar im gleichen Segment unterwegs und jeder muss an seinen eigenen Betrieb denken. Aber auch daran, wie wir Altena gemeinsam für Besucher noch attraktiver machen können. Es muss eine Vielfalt da sein. Es kommen keine Touristen, wenn es keine Vielfalt gibt. Darum ist es gut, wenn wir Kompetenzen und Ideen jetzt bündeln wollen“, sagt Kai Spelsberg, der vom ersten Netzwerk-Treffen der Altenaer Gastronomen sehr angetan war und sich sicher ist, dass es nicht nur bei der Theorie bleiben wird.

Wintermeile als gutes Beispiel

Weitere Gastronomen, die beim ersten digitalen Netzwerk-Treffen noch nicht dabei waren, sollen nach Möglichkeit mit ins Boot geholt werden. Die Tür steht für alle offen. „Wenn die Gastronomie gut ist, haben alle in der Stadt was davon. Auch der Einzelhandel“, meint Spelsberg. Mit guter Gastronomie und vielfältigen, kreativen Freizeitangeboten könne man die Gästezahlen in der Burgstadt steigern. Mit der Wintermeile zum Beispiel habe man selbst in Zeiten der Pandemie gezeigt, was man in Altena auf die Beine stellen könne.

Die Gastronomen wollen in den kommenden Tagen und Wochen im Austausch bleiben und erste Ideen vorantreiben – sowohl in einer nach dem Treffen erstellten Whatsapp-Gruppe als auch bei weiteren Videokonferenzen, bei denen der Stadtmarketingverein dazukommen soll. „Es war ein sehr guter Austausch, der auch richtig Spaß gemacht hat. Das Ganze soll jetzt intensiviert werden“, verdeutlicht Melanie Jens. Die Tourismusbeauftragte hat in der Videokonferenz festgestellt, dass die Bereitschaft bei den Gastronomen vorhanden ist, stärker als zuvor an einem Strang zu ziehen.

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