Gemeinde will Calvin-Haus verkaufen

+
Die ev. Kirchengemeinde Altena verkauft das Calvinhaus.

ALTENA - Mit der reformierten Kirche und dem Calvinhaus bietet die Evangelische Gemeinde Altena zwei Gebäude zum Kauf an, die für die Entwicklung der Innenstadt von Bedeutung sind.

Das gilt vor allem für die Kirche gegenüber der Burg Holtzbrinck – gemeinsam sollten diese beiden Immobilien zum „Zentrum der Begegnung“ umgebaut werden, möglichst noch unter Einbeziehung der Post als Hotel. Peter Krey, der Finanzkirchmeister, berichtete am Dienstag von zahlreichen Untersuchungen, Gesprächen und Verhandlungen, die sich allesamt zerschlagen hätten: Potenzielle Investoren seien abgesprungen, allein könnten Stadt und Kirchengemeinde die erforderlichen Investitionen nicht stemmen.

Seit 2005 ziehen sich die Überlegungen hin, seither gibt die Gemeinde Monat für Monat einige hundert Euro für ein Gebäude aus, das sie nicht mehr braucht. „Jetzt können wir das nicht mehr“, stellt die derzeitige Presbyteriumsvorsitzende Merle Vokkert klar. Deshalb steht die reformierte Kirche seit einiger Zeit zum Verkauf. „Am liebsten in gute Hände“ sei sie abzugeben, sagte Vokkert am Dienstag. Der Idealfall sei ein Käufer mit einem Faible für den sakralen Charakter der Gebäudes. Nach Ansicht der Gemeinde sind vielfältige Nutzungen denkbar, etwa als Wohngebäude, Gastronomiebetrieb oder Veranstaltungsraum. Es hätten sich bereits Interessenten gemeldet, erklärt Dan Ossenberg-Engels. Der Makler wurde von der Gemeinde mit dem Verkauf beauftragt und bietet die reformierte Kirche unter anderem im Internet an. Sogar ein Schweizer habe sich darauf hin gemeldet, sagte Ossenberg-Engels am Dienstag.

Auch das Calvinhaus soll verkauft werden, nachdem der Johanniter-Kindergarten Freiheit ausgezogen ist und mit der Zwergenburg fusioniert hat. Für dieses Gebäude zwischen Langem Kamp und Stapelcenter sieht Baukirchmeisterin Karin Thomas relativ gute Vermarktungschancen: Hier ließen sich ohne großen Aufwand barrierefreie Wohnungen schaffen, argumentiert sie und meint, dass es dafür in Altena einen Markt gibt. Neben den knapp 400 Quadratmetern, die bisher der Kindergarten nutzte, befinden sich in dem Gebäude auch zwei vermietete Wohnungen mit zusammen 150 Quadratmeter Wohnfläche.

Auch dieses Haus ist stadtplanerisch von Bedeutung: Es steht der besseren Anbindung des Stapelcenters an den Langen Kamp im Wege. Allerdings hat die Stadt hier Optionen: Ihr gehört das Grundstück, der Erwerber muss mit ihr einen neuen Erbpachtvertrag schließen – nicht auszuschließen, dass dann ein Teil des Grundstücks für diesen Zweck abgeteilt wird. von Thomas Bender

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare