Gelungene Überraschung

Maria Romanowski (l.) organisierte mit ihren ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschülern den Geburtstagsausflug zum Ehepaar Annegret (2.v.l..) und Helmut von der Crone.

ALTENA - „Wir haben so viel von ihm gelernt. Er hat uns auf das Leben vorbereitet und der Unterricht mit Helmut von der Crone war einfach immer spannend“, sagt Maria Romanowski. Im Januar vollendete der ehemalige Rektor der Volksschule Rosmart sein 90. Lebensjahr und sieben ehemalige Schülerinnen und ein Schüler besuchten ihn und seine Gattin, die auch Lehrerin in Rosmart war, kürzlich in der Seniorenresidenz „Bremer Stadtmusikanten“ in Münster, wo das Ehepaar heute lebt. Von Johannes Bonnekoh

Die Schülerinnen und Schüler von einst – heute alle hoch in den Siebzigern – haben über all die Jahre den Kontakt untereinander aber auch zum Ehepaar von der Crone nicht verloren.

„Annegret von der Crone war beispielsweise unsere Handarbeitslehrerin. Sie hat uns Sticken, Stricken, Stopfen und Nähen beigebracht. Als wir nach acht Jahren die Volksschule verlassen haben, konnte ich eine Bluse von Hand nähen, das habe ich nie verlernt“, sagt Maria Romanowski.

Ihr Rektor von damals „war wie ein Vater zu uns. Er hat uns geprägt und uns den Weg gewiesen. Ich weiß noch wie heute, als wir 1947 auf dem Schulhof Schneebälle geworfen haben, hat er uns gemahnt, die könnten Steinchen enthalten und ein Mensch könne durch den Wurf sein Auge verlieren, wie beispielsweise ein mit ihm befreundeter Uhrmacher. Das war irgendwie eine Initialzündung für mich. Nicht nur, dass wir das wirklich begriffen haben, ich wollte von diesem Tag an ein Handwerk erlernen und bin Goldschmiedin geworden“, sagt Maria Romanowski.

Mit leeren Händen sind die Altenaer Frauen und ihr ehemaliger Mitschüler natürlich nicht nach Münster gefahren. „Wir haben dem Ehepaar einen Frankfurter Kranz, eine Apfel- und Stachelbeertorte sowie einen Streuselkuchen gebacken. Frau von der Crone hat es sich aber nicht nehmen lassen, uns noch zusätzlich mit Schnittchen zu verwöhnen. Das war rundum ein schöner Nachmittag.“

Helmut von der Crone kam 1946 an die einzügige Volksschule. Damals gab es noch den so genannten jahrgangsübergreifenden Unterricht. Als sie im Zuge der Gebietsreform 1968 aufgelöst wurde, war er viele Jahre Rektor gewesen. Die Schule wurde aufgelöst, komplett zu Altena geschlagen und die Kinder des Einzugsgebietes fuhren dann nach Breitenhagen bzw. an die weiterführenden Schulen der Burgstadt.

Helmut und Annegret von der Crone waren ob des Besuchs „schlicht gerührt“ und bedankten sich herzlich.

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