Oberstufen-Firmen-Büro hat seinen Blickfang

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Millimeterarbeit: Das Platzieren der historischen Kutsche der Familie zu Sayn-Wittgenstein.

ALTENA - Das war Zentimeterarbeit: Mit vereinten Kräften und viel Holz zum Unterbauen wurde am Montag eine historische Kutsche im Schaufenster des ehemaligen Schreibwarengeschäftes Trippe untergebracht. Sie ziert ab sofort das neue Obst-Büro in der Lennestraße.

Mitarbeiter einer Spezialfirma für Museumstransporte hievten das Fahrzeug mit kleineren Hebebühnen auf die Höhe das Ladenlokals. Zudem halfen Mitarbeiter der Schreinerei Frank beim Einzug des Gefährtes. Etwa eine Stunde dauerte der Arbeitseinsatz, den zahlreiche Altenaer in der Fußgängerzone verfolgten.

Zunächst musste das Gala-Coupé – so wird es fachmännisch genannt – aus dem Lkw bugsiert werden. Dabei hatte es auf der Ladeklappe gerade so Platz. Die vier Männer des Transportunternehmens zeigten danach ihr Können. Immer wieder unterbauten sie die Plattform auf der die Kutsche stand mit Paletten, Holzbohlen und kleineren Holzstücken. Ganz langsam wuchs der Aufbau in die Höhe. Dann konnte das Fahrzeug langsam in das Ladenlokal rollen. Nur einige Zentimeter Platz blieben dabei zum Fensterrahmen. Im Anschluss begannen die Mitarbeiter der Firma Nielsen mit dem Einbau der Schaufensterscheibe.

Die Kutsche selbst stammt aus den Jahren 1820 bis 1830 und war bisher in der Remise auf dem Burghof untergebracht. Diese musste für den Burgaufzug weichen. Zusammen mit einem weiteren Gala-Coupé war das Fahrzeug zuletzt in einer Halle der MVG in Iserlohn-Calle eingelagert.

Wo die zweite Kutsche der Fürstenfamilie zu Sayn-Wittgenstein in Altena eine neue Bleibe findet ist noch nicht geklärt. „Wir haben entsprechende Museen im deutschsprachigen Raum angeschrieben“, erklärte der Leiter der Burgmuseen Stephan Sensen, der auf die Möglichkeit einer Dauerleihgabe hofft. Im Rahmen des Eingangsbereiches zum Burgaufzug sei der Raum für eine Kutsche dieser Größe zu klein, führte Sensen weiter aus.

von David Schröder

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