Es geht auch ohne Gans

Festtagsmenü: Es geht auch ohne Gans

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VHS-Dozentin Annette Soennecken (Mitte) mit zweien ihrer Weihnachts-Kochkurs-Teilnehmerinnen.

Altena - Hans Obergruber, der Leiter des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis, weiß, was bei ihm zu Hause am Heiligen Abend auf den Tisch kommt. „Ein Gericht ,Ganz ohne Gans’,“ sagt er.

Nicht zum ersten Mal hat Obergruber am „Weihnachtskurs“ der VHS Rahmede teilgenommen. Mittwochabend, 18 Uhr, Lehrküche der Hauptschule Rahmede. „Ganz ohne Gans“ heißt deren Motto; es geht darum, mit überschaubarem Aufwand ein Festtagsmenü auf die Beine zu stellen.

Gemeinsam mit 16 Frauen widmete sich Obergruber der Zubereitung von „Krustigen Mini-Muffins mit Pancetta und Cranberries“, einer „Selleriesuppe unter der Blätterteighaube“ und dem Braten eines „Gratinierten Kalbsteaks mit Zwiebelhaube sowie Spitzkohl und Kürbisgemüse“.

Längst steht Annette Soennecken, die langjährige Dozentin der VHS, neben dem Mann, der umringt ist von vier Frauen. „Wir gehen wieder arbeitsteilig vor“, gibt Soennecken den Verlauf des Abends vor. Sie hat für die Teilnehmer dieses so besonderen Kochkurses eingekauft, sie hat die Rezepte zusammengestellt und sie ist – wie auch in den vergangenen Jahren und Monaten – die Seele und Anleiterin dieses Kurses.

Die ganze Koch-Runde schaut von Zeit zu Zeit verheißungsvoll über die verschiedenen Arbeitsflächen und auf die Herde, wechselt den Arbeitsplatz. Ein aromatischer, fast schon betörender Duft liegt in der Luft. Und dann entzieht sich Hans Obergruber, der ganz hinten im Raum konzentriert seinen Part durchzieht und immer mal wieder Hände und Finger an der umgebundenen Kochschürze abwischt, den Blicken seiner Mitköchinnen. Jetzt wagt er sich persönlich und voller Ehrgeiz an die Königsdisziplin des Abends, das Braten der Kalbssteaks. Um es vorwegzunehmen: Er schafft es, dank der Anregungen und helfenden Kontrolle von Annette Soennecken, das Fleisch nicht nur richtig, sondern zart und lecker abzuliefern. Später werden seine Kolleginnen loben: „Das Fleisch zergeht ja förmlich auf der Zunge...“

Zwei Stunden kochen, fast zwei Stunden essen, kosten und genießen. Und den Abwasch erledigen am Ende alle gemeinsam. Selbstverständlich, dass die Kursteilnehmer an diesem Abend die Küche „besenrein“ übergeben. „Wir wollen ja schließlich wiederkommen.“

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