Gegenüber entsteht eine „große grüne Badewanne“

„Wir sehen kaum die Hand vor Augen“, so der Baggerführer in Rosmart.

ALTENA ▪ Im dichten Nebel hatten die Männer der Baufirma Schmidt es gestern in Rosmart nicht leicht. Dort haben nämlich gegenüber des Industriegebietes die Arbeiten zum Bau der zentralen Versickerungsanlage begonnen. „Wir sehen fast die Hand vor Augen nicht“, meinte der Baggerführer am Mittag. Derzeit schafft er die Voraussetzungen für das Fundament des Einlaufbauwerkes.

Im Industriegebiet Rosmart gibt es ein Abwasser-Trennsystem. So werde das Abwasser über eine Druckleitung zur Kläranlage in der Rahmede gepumpt und das Oberflächenwasser über ein Rohrsystem in die zentrale Versickerungsanlage geleitet, die auf der gegenüberliegenden Seite, direkt unter dem Dorf entsteht. Das erklärte Wirtschaftsförderer Uwe Krischer. Der Bau dieser Anlage koste die Rosmart GmbH rund 400 000 Euro. In dieser Summe enthalten seien auch die Erschließungskosten für die Straße zum Grundstück der Halveraner Firma Mekon, die in Rosmart seit September ihr neues Domizil errichtet. Diese Straße sei bisher noch nicht gebaut worden, weil die Rosmart GmbH zunächst nicht wissen konnte, wer dieses Grundstück kauft und was der Käufer für Bedürfnisse hat. Für die Firma Mekon wird die Straße jetzt etwa 80 Meter lang.

Die zentrale Versickerungsanlage sei erforderlich, da auf vielen Grundstücken im Gewerbegebiet das Oberflächenwasser aufgrund der geologischen Voraussetzungen nicht versickern könne, so Krischer weiter. Die „große grüne Badewanne“, die jetzt entsteht, funktioniere ähnlich wie ein Regenrückhaltebecken. Aus dem Bau ergebe sich für die Grundstückseigentümer im Industriegebiet zudem der Vorteil, dass ihnen keine Gewerbeflächen verloren gingen, denn sie müssten ja keine Versickerungsflächen rund um Hallen und Gebäude anlegen.

Was die Vermarktung des Gewerbegebietes angeht, hatte Krischer „nichts Greifbares“ zu bieten. „Die Nachfrage zieht an“, sagte er. Es gebe ernsthafte Interessenten, die auch bereits grob planten. Aber: „Das ist alles noch nicht spruchreif.“ ▪ Von Ilka Kremer

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