Sicherer werden:

Gegen Tritte und Schläge: Kinder lernen sich zu wehren

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Katrin Heucke (vorne links) betreibt eine eigene Kampfsport-Schule. Im Bild demonstriert sie verschiedene Abwehrgriffe mit ihrer Angestellten Sina-Tabea Dahl. Die Hundertwasser-Schüler verfolgen das sehr interessiert.

Altena- Auch Kinder sind häufig das Ziel von Attacken. Damit sie sich im Falle eines Übergriffs wehren können, gibt es an der Hundertwasser-Schule in Altena spezielle Schulungen in Kung Fu.

„Dem Kollegium und mir ist es ein Anliegen, unsere Schüler selbstbewusst zu erziehen. Hinzu kommt, dass Sport in jeder Form hilft, sich fit und gut zu fühlen!“ – Klare Worte von Mathias Malter. Der Mann ist kommissarischer Schulleiter der Hundertwasser-Schule, die in den ehemaligen Räumen der Hauptschule Rahmede am Nüggelnstück 3 zuhause ist.

Viele Angebote

Das Erlernen von Kampfkunst stand jetzt auf dem Stundenplan. Das ist aber nur eines von vielen Angeboten, die die Schule ihren 231 Kindern anbietet. Im Rahmen des gebundenen offenen Ganztags gibt es eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften, zwischen denen die Kinder der ersten bis zehnten Jahrgänge wählen können. Dazu gehören zum Beispiel: Erste Hilfe, Mofafahren, Basketball, Beauty, Fit werden am PC, Kochen, gemeinsam Spielen, Tanzen oder Konzentrationsübungen, um nur einige zu nennen. Das komme gut an, sagt Malter – vielleicht auch, weil die Vielfalt so groß sei.

Sina-Tabea Dahl (links) ist Meisterin in der Zhanghda-Kung Fu-Kampfkunst und leitet die Kinder an.

Gesetzt ist die Teilnahme an solchen Arbeitsgemeinschaften stets über ein Schulhalbjahr. Dann können die Kinder sich neu orientieren, wechseln, wenn sie das wollen. Die Kampfsportler Sina-Tabea Dahl und ihre Chefin Katrin Heucke kommen gerne nach Altena. Mehr als ein Dutzend Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren lernen bei ihnen einmal wöchentlich in einer Doppelstunde sich zu verteidigen, sollten sie einmal angegriffen werden. Dabei steht über allem sportlichen Tun, das durchaus anstrengend ist: „Verteidigen, besser ist aber noch, einem möglich Angriff sofort konsequent aus dem Weg zu gehen und schnell zu verschwinden.“ Zhangda-Kung Fu-Meisterin Katrin Heucke weiß, wovon sie spricht und wird ernst: „Merkt euch fürs Leben: Haltet euch im Falle eines aufziehenden Konfliktes immer den Rücken frei.“

Den Rücken frei halten

 Für Rüpel oder Kinder, die meinen, mit Kampfkunsterfahrung anderen überlegen zu sein, hat das ganze Programm nichts zu tun. „Zhahgda kommt aus Fernost und heißt übersetzt wachsen. Kung Fu bedeutet nichts anders als wachsen und gedeihen“, merkt die Trainerin Sina-Tabea Dahl an. Zwölf Stufen bis zum Meistergrad gibt es in dieser Form der Kampfkunst. Im günstigsten Fall könnte man die in vier Jahren erklimmen - intensives und dauerhaftes Training vo

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