Gegen die Schließung des Lehrschwimmbeckens

Auch die Kanu-AG der Grundschule Mühlendorf nutzt regelmäßig das Lehrschwimmbecken in der Schule am Breitenhagen.

Altena - Eltern und Kollegium der Grundschule Breitenhagen seien „entsetzt über die Pläne, das Lehrschwimmbecken im Jahr 2016 zu schließen“. Das teilt Schulleiter Jörg Schlüter mit.

Der Unterricht im Schwimmbad Dahle ist nach Ansicht der Schulgremien keine Alternative. Mit der Hin- und Rückfahrt würden drei Schulstunden benötigt, um 30 Minuten „Wasserzeit“ zu gewährleisten. Außerdem müssten wegen des Transports und der Gegebenheiten vor Ort aus Sicherheitsgründen mindestens zwei Lehrer die Gruppe begleiten. Das bedeute auch, dass mehr Geld für Busse und Personal ausgegeben werden müsse, was die zu erwartenden Einsparungen deutlich relativiere. Lehrer und Eltern befürchten auch aus einem anderen Grund, dass für Breitenhagener Schüler bald überhaupt kein Schwimmunterricht mehr möglich sein könnte. In einem Lehrschwimmbecken mit einer Wassertiefe von 1,35 Metern wie dem am Breitenhagen seien die Anforderungen an die Lehrer andere als bei einem Becken mit zwei Metern Tiefe wie dem in Dahle. „Zur Zeit kann nicht gewährleistet werden, dass die Rettungsfähigkeit der Lehrkräfte gemäß des Erlasses „Sicherheitsmaßnahmen beim Schwimmen im Rahmen des Schulsports“ sichergestellt werden kann“, heißt es in einer Stellungnahme der Schule.

Die Schließung des Schwimmbeckens führe so unter Umständen dazu, dass die Zahl der Nichtschwimmer in Altena zunehme. In Deutschland ist Ertrinken schon jetzt die dritthäufigste Unfallursache bei Kindern. Nach Schätzung der DLRG sind knapp 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen und ein Viertel der Erwachsenen Nichtschwimmer oder schlechte Schwimmer. Durch die krisenbedingte Schließung von Schwimmbädern und den immer häufigeren Ausfall des Schwimmunterrichts in den Schulen könne die Zahl der nicht schwimmenden Kinder weiter steigen.

„Die Elternschaft und das Kollegium der Grundschule Breitenhagen werden in den nächsten Sitzungen in verschiedenen Gremien der Schule über eine geeignete Form des Protestes beraten“, heißt es abschließend.

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