Gegen Rosa kann die Stadt nichts machen

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Bei der Farbgebung von Häusern spricht die Stadt Altena schon bald ein Wörtchen mit.

ALTENA - Es passiert nicht (mehr) – aber wenn‘s passiert, dann kann die Stadt nichts machen: Er habe im Moment keine Handhabe gegen Innenstadt-Anlieger, die ihr Haus schweinchenrosa oder ähnlich geschmacklos anstreichen ließen. Das räumt Roland Balkenhol gestern ein. Noch immer fehlt nämlich die Gestaltungssatzung für die Lennestraße, mit deren Hilfe diese oder ähnliche Wildwüchse verhindert werden können.

Mit Blick auf die große Bedeutung, die der Innenstadt im Stadtentwicklungskonzept 2015 beigemessen wird, arbeiten Bauverwaltung und Innenstadt-Arbeitskreis schon seit bestimmt zwei Jahren an verbindlichen Vorschriften. Fassadengestaltung, das Aussehen von Werbeanlagen, Plakatwerbung in Schaufenstern – all‘ das soll darin – zum Teil sehr restriktiv – geregelt werden.

Gestaltungssatzung kommt

Im Prinzip sei alles fertig, sagte Balkenhol gestern auf Anfrage. Nur die detaillierte Begründung für die geplanten Auflagen müsse noch geschrieben werden. Das sei langwierig, aber wichtig, betonte der Fachmann. Die Begründung ist nämlich Bestandteil der Satzung. Kommt es zum Streit über die Auflagen, wird das Verwaltungsgericht auch diesen Teil des Regelwerkes unter die Lupe nehmen.

Was die Fassadengestaltung angehe, gebe es jetzt schon eine gute Zusammenarbeit der Hausbesitzer mit der Stadtverwaltung, sagte Balkenhol. Denn: Schon für einen ganz normalen Hausanstrich gibt es in der Innenstadt unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse. „Deshalb wendet sich eigentlich jeder, der in diesem Bereich der Stadt mit seinem Haus was vorhat, im Vorfeld an die Stadtverwaltung“, weiß Balkenhol. Das verschaffe ihm und seinen Kollegen die Möglichkeit, ganz klar zu sagen, was erwünscht sei und was nicht. Den Zuschuss gibt es natürlich nur, wenn die Hausbesitzer sich bei den Anstrichen an die städtischen Empfehlungen halten.

Zuschusswürdig

Etwas anders sieht die Sache aus, wenn es um Werbeanlagen geht. Geschäftsbesitzer tendieren nach Balkenhols Beobachtungen häufig zu zu großen und grellen Leuchtreklamen. Dagegen kann die Stadt heute schon ihr Veto einlegen. Allerdings sind ihr dabei Grenzen gesetzt. Festlegungen im Innenstadt-Bebauungsplan legen fest, welche Größen erlaubt sind. Das ist möglich, weil Werbeanlagen – im Gegensatz zu Hausanstrichen – schon jetzt vom Bauamt genehmigt werden müssen.

von Thomas Bender

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