Gedenken an Corona-Tote

Flaggen am Sonntag auf Halbmast

Fahne Halbmast Sparkasse
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An allen öffentlichen Gebäuden wird geflaggt. Dazu gehört auch die Sparkasse.

Am Rathaus wird Ronald Pohl die Flaggen hissen: Am Sonntag gibt es auch in der Burgstadt eine Trauerbeflaggung. 22 Altenaer Bürger sind an und mit Corona verstorben – sie gehören zu den bundesweit rund 80000 Menschen, die aufgrund der Pandemie aus dem Leben gerissen wurden.

Altena – Den Gedenktag für die Opfer, den Bundespräsident Frank Walter Steinmeier für den 18. April ins Leben gerufen hat, findet Bürgermeister Uwe Kober wichtig, „um uns in Erinnerung zu rufen, wie viele Menschen gestorben sind. Und es ist auch eine Form zu sagen: Bitte haltet alle weiter durch.“ Uwe Kober ist persönlich sehr nah betroffen. Seine Mutter verstarb an Corona. Und auch viele andere haben ihre Lieben verloren. Für diejenigen, die der Krankheit noch nicht so nah gekommen sind, so vermutet Uwe Kober, sei die Zahl von aktuell 42 Infizierten vielleicht nicht dramatisch genug, um all die Einschränkungen nachzuvollziehen. Uwe Kober weiß, wie schwierig es für alle ist, durch diese Zeit zu kommen. „Sie belastet jeden und manchen fällt es schwer, durchzuhalten, Kinder und Jugendliche gehen am Stock, viele andere fürchten um ihre Existenzen.“

22 Altenaer und 11 Nachriodter verstorben

Auch Uwe Kober würde gern mal wieder ein Eis in der Stadt essen, „und mal einen Freund in den Arm nehmen. Ich bin ja nicht anders als andere. Aber heute vergesse ich meine Jacke eher als meine Maske“, sagt er und appelliert an alle Bürger, die Zuversicht nicht zu verlierende

Elf Bürger aus Nachrodt-Wiblingwerde sind an oder mit Corona verstorben. Bis jetzt. „In unserer kleinen Gemeinde kennt man sich. Und diese hohe Zahl macht sehr betroffen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Hinter jeder einzelnen Zahl stehe ein Schicksal. Um zu verdeutlichen, dass niemand vergessen ist, beteiligt sich die Gemeinde an dem von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für Sonntag, 18. April, ausgerufenen nationalen Gedenken an die Corona-Opfer. „Bei uns gibt es eine Trauerbeflaggung“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

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