Gebunden wird, was gefällt - das Weihnachtsgeschäft des Floristen

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Ein Florist benötigt etwa 30 bis 40 Minuten bis ein Adventskranz gebunden ist. Wichtig ist dabei, dass die Zweige der Nobilistanne verwendet werden.

Altena - Frisches Tannengrün, rote oder weiße Kerzen, goldene Kugeln, Weihnachtsmänner, Zuckerstangen oder Tannenzapfen – die Möglichkeiten, einen Adventskranz zu gestalten sind schier endlos.

„Je nach Größe dauert es etwa 30 bis 40 Minuten, bis ein Kranz fertig gebunden ist“, sagt Meisterfloristin Katrin Schipper-Steinmann über ihre Arbeit in der Adventszeit. Mit den Kränzen beginnt das Weihnachtsgeschäft im Garten- und Zoofachgeschäft Blumen Steinmann. „In der Woche vor dem ersten Advent stehen die Kunden im Laden und wollen Adventskränze kaufen“, sagt Schipper-Steinmann, gemeinsam mit ihren Eltern Inhaberin des Familienbetriebs. Saisonbedingt seien das natürlich mehr Kunden als sonst, da sich der Bedarf vor Weihnachten balle. Entspannt sei das Geschäft dennoch. 

Das Angebot ist dabei vielfältig: Die Kunden haben die Wahl zwischen fertigen Kränzen oder können sich individuell einen anfertigen lassen. „Manche bringen auch Dekoartikel von zuhause mit, die sie jedes Jahr auf ihrem Kranz haben und die wir wieder mit einarbeiten sollen“, berichtet Schipper-Steinmann. Gebunden wird, was den Kunden gefällt: Kitschig, natürlich, traditionell oder auch ausgefallen. Die Kränze, die keine Auftragsarbeiten sind, werden nach dem Geschmack des Floristen oder entsprechend der jeweiligen Trends gebunden. „Es ist eigentlich alles beliebt, aber die klassisch traditionellen Kränze werden hier am häufigsten gekauft“, sagt Schipper-Steinmann. Ihre Rohmaterialien, also die Tannenzweige, beziehen die Inhaber aus dem Hochsauerland aus der Nähe von Schmallenberg.

„Wichtig ist dabei, dass man Zweige der Nobilistanne verwendet. Die Nordmanntanne beginnt recht schnell zu rieseln, und dann hat man am vierten Advent einen Kranz ohne Nadeln“, betont Schipper-Steinmann. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Zweige im Uhrzeigersinn angeordnet sind und der Draht, der verwendet wird um das Grün zu befestigen, unsichtbar bleibt und an der Unterseite nicht hervorsteht, um Schäden auf der Fläche, auf die der Kranz später gelegt wird, zu vermeiden. Ein Lehrling benötigt drei bis vier Monate, bis alle Handgriffe dafür sitzen. „Dann können die das in der Regel“, sagt Schipper-Steinmann. Jetzt, kurz vor dem dritten Advent, stehen hauptsächlich weihnachtliche Gestecke, Weihnachtssterne, wahlweise naturbelassen oder mit goldenem Glitzer, sowie die lange haltbaren Amaryllis hoch im Kurs.

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