Leerstände schmelzen ab

+
Das ehemalige Schuhhaus Gerstenberg wird mit neuem Leben gefüllt. ▪

ALTENA ▪ Der Pessimist sagt: Das Glas ist halb leer. Der Optimist dagegen: Das Glas ist halb voll! – Angesichts von aktuell 28 Leerständen entlang der Lennestraße könnte man sich Antwortvorgabe eins anschließen – und läge daneben. Denn es tut sich sehr wohl etwas.

„Wir haben den ehemaligen Gasthof Rhodos an einen Investor verkauft“, bestätigte auf Anfrage Uwe Krischer aus dem Rathaus. Der Immobilienfachmann und oberste Wirtschaftsförderer der Stadt weiter: „Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft, in deren Besitz sich die Immobilie befand, wollte ein durchdachtes Konzept für diese sensible Stelle in der Stadt. Das hat uns der Käufer vorgelegt.“ Zudem, so fügte er an, sei die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ja auch keine Institution, „die Immobilien kauft und dann als Eigentümer behält und verwaltet.“

Auch im ehemaligen Schuhhaus Gerstenberg tut sich etwas. Eine Geschäftsfrau aus dem Kürschner- und Rauchwarengewerbe wird hier bereits Anfang November die zurzeit leer stehenden Flächen belegen und mit neuem Leben erfüllen.

Wie das AK erfuhr, kaufte der neue Eigentümer des Rhodos eine weitere Immobilie in der City. Was er mit beiden Objekten plant, wird unsere Zeitung in Kürze vorstellen, da der Geschäftsmann zurzeit nicht in der Burgstadt weilt.

Gleichwohl: Noch immer drücken 28 Leerstände von Toom bis zum Markaner die Stadt. Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig in der unteren Lennestraße. Auch wenn hier dank einiger Privat-Aktivitäten Häuser saniert, neu hergerichtet oder auch nur gestrichen wurden und einige Aktionen noch laufen. Simone Schmidtke, Mitarbeiterin im Stadtinfo-Büro, führe noch Gespräche, hieß es aus dem Rathaus.

Und wie sehen die Altenaer die Geschäfts-Lebensader ihrer Stadt selbst? Eine nicht repräsentative Umfrage unter Passanten brachte immer wieder das Manko eines fehlenden Drogeriemarktes aufs Tapez. „So etwas fehlt definitiv“, sagte eine 73-Jährige. Und ein 65-Jähriger merkte humorig an: „Was wir ausreichend haben sind Apotheken und Gaststätten.“

In diese Kerbe schlägt bekanntlich auch die Ratsanfrage von Bündnis 90/Die Grünen. Die macht das in der Ratssitzung am Montag unter „Einzelhandelsentwicklung in der Stadt Altena“ zum neuerlichen Beratungsthema. ▪ job

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare