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Gaspreisdämpfung: SIHK fordert schnelle Umsetzung

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Von: Markus Wilczek

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Gasherd
Die Gaspreise sind zuletzt extrem gestiegen. © Marijan Murat

„Für die Wirtschaft ist das ein gutes Ergebnis“, sagt Ralf Stoffels. Der Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer meint die Vorschläge der Expertenkommission zur Dämpfung des Gaspreises.

Am Montag hatte die Experten-Kommission dafür plädiert, Haushalte und Unternehmen in einem Zwei-Phasen- Modell zu entlasten. Stoffels und die SIHK begrüßen die Vorschläge der Experten.

Vor allem die Preisbremse sei ein starkes Signal und bringe den Unternehmen eine klare Perspektive. Diese Bremse soll für Industrieverbraucher – anders als für private Haushalte – bereits zum 1. Januar in Kraft treten. Das subventionierte Kontingent solle 70 Prozent des Verbrauches des Jahres 2021 betragen – zu einem Beschaffungspreis von 7 Cent pro Kilowattstunde. Dazu kommen Abgaben, Umlagen und Steuern, sodass wie bei privaten Haushalten ein Endkundenpreis von 12 Cent erreicht werden soll. Eine Mengen-Obergrenze soll es nicht geben.

Ralf Stoffels ist Präsident der SIHK.
Ralf Stoffels ist Präsident der SIHK. © SIHK

Stoffels: „Vor uns liegen zwei harte Winter“

Mit diesem Konstrukt könnten die heimischen Unternehmen aus Sicht von Stoffels leben. Allerdings komme es jetzt auf die konkrete Ausgestaltung und eine schnelle Umsetzung an. „Denn vor uns liegen zwei harte Winter. Die Preissteigerungen fordern von den Unternehmen schon jetzt höchste Anstrengungen zur Gaseinsparung“, so Stoffels. Die vorgestellten Maßnahmen würden zwar akut in der Krise helfen, seien aber keine Dauerlösung. „Wir müssen weiter mit Tempo an der massiven Ausweitung des Energieangebots auf allen Ebenen arbeiten“, sagt der Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, der zugleich Präsident der IHK NRW, dem Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordhrein-Westfalen, ist.

Erst wenn die konkreten Regelungen auch vorliegen, sei absehbar, ob das Angebot auch für Härtefälle ausreiche. Die Unternehmen seien in der Breite weiterhin gefordert Energie zu sparen, um durch die nächsten Monate zu kommen.

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