Stundenlanger Einsatz bei Ossenberg

Rätsel um Weltkriegs-Fundstoffe in Altena

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ALTENA - Auf dem Gelände des Edelstahlwerks Ossenberg & Cie an der Dahler Straße sind am Donnerstagnachmittag Stoffe entdeckt werden, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen.

Es soll sich um gläserne Ampullen und Munition handeln, die bei Bauarbeiten zusammen mit Gasmasken gefunden wurden.

Am Nachmittag wurde per Sirene zunächst die Feuerwehr zur Hilfeleistung gerufen, dann rückte auch der Kampfmittelräumdienst an. Laut Feuerwehr war eine der drei Glas-Flaschen bei den Erdarbeiten beschädigt worden. Aus der Flasche war dann ein schnell flüchtiges Gas ausgetreten, einige Arbeiter in der Umgebung klagten daraufhin über Haut- und Augenreizungen.

Die Bestimmung des Stoffes gestaltete sich vor Ort als schwierig. Der Kampfmittelräumdienst forderte daher am späteren Nachmittag weitere Fachleute einer spezialisierten Firma aus Hünxe zur so genannten ABC-Erkundung der Chemikalie an. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden, hieß es.

Der Senior-Chef der betroffenen Firma erinnert sich an Röhrchen, die die Hitler-Jugend genutzt habe, um Übungen unter Atemschutz durchzuführen. "Wir vermuten, dass es sich um so etwas gehandelt hat", sagte Trappe. Möglicherweise handele es sich bei den Funden um Munition, die jemand zu Kriegsende vor dem Eintreffen der Alliierten weggeworfen oder vergraben habe.

Fotos vom Einsatz an der Dahler Straße:

Weltkriegs-Fundstoffe bei Firma Ossenberg in Altena

Das Gelände des Werks wurde abgesperrt, auch die Landstraße 698 in Richtung Dahle und weiter zum Kohlberg war für den Verkehr bis zum frühen Abend wegen des großen Feueraufgebots mehrere Stunden lang nicht passierbar. Gegen 18.30 Uhr teilte die Kreisleitstelle der Feuerwehr Lüdenscheid mit, dass der Einsatz beendet sei. - tk/eB/dpa

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