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Gasalarm auf Rosmart: Feuerwehr beendet Einsatz

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Von: Markus Wilczek

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Feuerwehr und Polizei sind derzeit bei Gerhardi auf Rosmart im Einsatz.
Feuerwehr und Polizei sind derzeit bei Gerhardi auf Rosmart im Einsatz. © Jona Wiechowski

Mit rund 50 Einsatzkräften war die Altenaer Feuerwehr am frühen Donnerstagnachmittag bei der Firma Gerhardi im Einsatz – Stichwort: „Gasalarm“. Zuvor war die Wehr schon einmal zum Gerhardi-Werk alarmiert worden.

[Update 16.52 Uhr] Beim ersten Einsatz in den Mittagsstunden hatte die Brandmeldelage ausgelöst, die auf erhöhte Gaswerte angeschlagen hatte, wie Altenas Feuerwehr-Pressesprecher Philipp Selle im Gespräch mit der Redaktion erklärt. Wohl auch dank der Absauganlage der Firma konnte die Feuerwehr den Komplex später freitesten und relativ zügig wieder einrücken.

In den frühen Nachmittagsstunden gab es einen weiteren, deutlich größeren Einsatz: Eine Mitarbeiterin klagte über Unwohlsein, woraufhin ein Rettungsfahrzeug vom benachbarten Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum alarmiert wurde. Als dann der erste Einsatz an diesem Donnerstag wegen der Gaswerte zur Sprache kam, wurde ordentlich nachalarmiert: Rund 50 Retter waren letztlich zur Firma gekommen, die zu diesem Zeitpunkt bereits evakuiert worden war. Die Mitarbeiter warteten vor dem Drehtor.

Die betroffene Mitarbeiterin wurde zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht.

Der Großalarm erwies sich glücklicherweise als reine Vorsichtsmaßnahme. Auch die letzten von der Altenaer Feuerwehr gemessenen Werte hätten alle „unter jeglichen Gefahrenwerten“ gelegen, sagte Selle im Nachgang zum Einsatz.

Gegen 15.30 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden und die Einsatzstelle an die Firma übergeben. Wie es zur Gasentwicklung in dem Gerhardi-Gebäudekomplex gekommen war, blieb zunächst unklar.

Gerhardi betreibt Werk auf Rosmart seit Januar 2020

Am Standort Rosmart befindet sich das neueste Gerhardi-Werk, das im Januar 2020 mit der Produktion gestartet ist. „Dieses hochmoderne Werk befindet sich auf allen Prozessebenen auf dem neusten Stand der Technik und betreibt neben einem großen Spritzgussmaschinenpark eine der modernsten und größten Galvanikanlagen weltweit“, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage.

[Erstmeldung] Am frühen Nachmittag rückte die Altenaer Feuerwehr mit einem Großaufgebot von etwa 50 Einsatzkräften und vielen Fahrzeug nach Rosmart ins Gewerbegebiet aus. Der Einsatz läuft aktuell bei Gerhardi Kunststofftechnik.

Dort hatte nach ersten Informationen eine Mitarbeiterin über eine Reizung der Atemwege geklagt. Bei einer Kontrollmessung durch die Mitarbeiter des Unternehmens wurden daraufhin nitrose Gase festgestellt. Diese bestehen aus einem Gemisch stickstoffhaltiger Gase, hauptsächlich aus Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid. Sie sind schwerer als Luft und stark oxidierend. In hoher Konzentration können sie zu schweren Vergiftungen und sogar zum Tod führen. Daraufhin mussten sofort alle Mitarbeiter die Gebäude verlassen. Die verletzte Mitarbeiterin wurde zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht.

Die alarmierte Feuerwehr, die entsprechend mit einem Großaufgebot zur Einsatzstelle fuhr, nimmt derzeit weitere Messungen vor. Momentan sei jedoch keine erhöhte Gaskonzentration festzustellen, so dass aktuell keine Gefahr bestehe. Die Situation wird jedoch weiter beobachtet. Wie es zur Gasentwicklung in dem Gerhardi-Gebäudekomplex kommen konnte, ist derzeit noch unklar.

Alle Mitarbeiter mussten das Gebäude sofort verlassen, nachdem die Nitrosen Gase gemessen wurden.
Alle Mitarbeiter mussten das Gebäude sofort verlassen, nachdem die Nitrosen Gase gemessen wurden. © Jona Wiechowski

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