Gas-Baustelle in der Nette: Kritische Phase für die Feuerwehr

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Die Drehleiter und ein Löschfahrzeug parken wegen der Baustelle draußen – aber nur tagsüber.

Die Verlegung der neuen Gasleitung zur Firma Eksi hat jetzt den kritischsten Punkt erreicht: Gearbeitet wird in Höhe der Feuer- und Rettungswache. Das wirft logistische Probleme auf.

Altena – EDD bezieht sein Gas über einen Anschluss des Netzbetreibers Westnetz. Die Rohre sind in die Jahre gekommen, müssen erneuert werden, und zwar auf der Strecke vom Markaner bis kurz vor dem Kino. Der Auftrag für die Tiefbauarbeiten ging an die Firma Homann aus Nachrodt, die jetzt direkt gegenüber der Wache die Straße aufgerissen hat. 

Das große Umparken

Die Folge: Es ist so eng, dass Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug ihre Garage nicht mehr verlassen können. Deshalb wurde umgeräumt in den Fahrzeughallen der Wehr. Drehleiter und das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Hauptamtlichen parken jetzt tagsüber draußen. An ihrer Stelle stehen die Rettungsfahrzeuge. 

Nachts geht das nicht: Wegen der teuren Geräte, die in den Löschfahrzeugen verstaut sind, sollen die nach Einbruch der Dunkelheit nicht draußen stehen. Deshalb decken die Homann-Mitarbeiter nach Feierabend ihre Baugrube mit Stahlplatten ab, damit die Garage des Rettungsdienstes wieder erreichbar ist. 

Mühlendorf ausgelagert

Dann wird umgeparkt, alle Einsatzfahrzeuge kommen für die Nacht an ihren angestammten Platz. Auch am Wochenende, wenn an der Baustelle nicht gearbeitet wird, steht der Fuhrpark der Wehr in den Garagen. 

Allerdings nicht komplett: Die Fahrzeuge der Löschguppe Mühlendorf wurden für die Dauer der Bauarbeiten „ausgelagert“: Sie stehen jetzt am Bauhof am Brachtenbecker Weg. 

Das Tor führt zur Fahrzeughalle des Rettungsdienstes. Die Baustelle blockiert die Ausfahrt.

Nun sind an der Baustelle ungewollt auch die Stadtwerke mit im Boot: In der Leitungstrasse für die Westnetz-Rohre liegt auch eine Gasleitung der Stadtwerke, an der eine Beschädigung festgestellt wurde. „Da ist eine Verformung im Rohr“, erklärt Ralf Berlet, der technische Leiter der Stadtwerke. „Das wollten wir nicht so lassen, zumal wir ja jetzt gut an die Leitung herankommen.“ Voraussichtlich am  Montag, 4. Mai,  sollen knapp drei Meter der Stadtwerke-Leitung erneuert werden. Im Moment läuft der erste Bauabschnitt. 

Ab Dienstag, 5. Mai, – so die aktuelle Planung – geht es weiter in Richtung Fritz-Berg-Brücke. Die Ampel steht dann am Abzweig Richtung Markaner. 

Engpass vermeiden

Das Ordnungsamt will versuchen, den Engpass am Café Ko in dieser Phase offen zu lassen. Es werde zunächst nur das Rechtsabbiegen des aus Richtung Markaner kommenden Individualverkehrs unterbunden, um Rückstaus zu vermeiden, sagt Stefan Wille vom Ordnungsamt und spricht von einem Versuch. 

Wenn es durch den Engpass in Richtung Kreisel geht – dort werden die Rohre an eine durch die Linscheidstraße laufende Westnetz-Leitung angeschlossen –, wird die Strecke zwischen Sparkasse und Fritz-Berg-Brücke gesperrt. Die Busse und Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst sollen jederzeit passieren können.

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