Neue Generation von „Garten der Geschichte“

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Die neuen Abend zum „Garten der Geschichte“ werden sich verstärkt dem heimischen Raum widmen. Karsten Wolfewicz hat dafür faszinierende Fakten zusammengetragen.

Altena - Mit neuen Ansätzen und thematisch vertieft bricht Karsten Wolfewicz ein weiteres Mal in den Garten der Geschichte auf. Es warten nicht weniger als acht Premieren.

Es geht los mit dem Abend „Irmingard - das Sauerland zwischen Aschemassen und ewigem Eis.“ Darin erklärt Wolfewicz am 28. Februar mit der ihm eigenen Begeisterung, welche ungeheuren Auswirkungen das Jahr 10930 vor Christus mit sich bringen sollte, als eine gigantische vulkanische Explosion vom heutigen Laacher See ausging. Es wird um Rentiere gehen und ihren jährlichen Weg gen Süden, um die ersten Sauerländer und den Ausklang der letzten Eiszeit – und das „Sürland“.

Mit „allen kriminalistischen Mitteln“ hat Wolfewicz seinen neuen Stoff aufbereitet und er verspricht „eine atemberaubende Tiefenschärfe“ – wer Wolfewicz und seine sprühende Begeisterung für historische und auch wissenschaftliche Themen kennt, wird wissen, dass man dieses Versprechen getrost ernst nehmen kann.

Die Himmelsscheibe von Nebra. Kultorte spielen beim ersten Abend zum neuen Garten der Geschichte eine Rolle.

Er wird Verknüpfungen herstellen zwischen den Zugwegen der Rentiere, den heimischen Bergen und der Ems, die als „Highway“ der Nach-Eiszeit diente, und es wird um Auffälligkeiten bei der Anordnung von Ruhr, Lenne und Hönne gehen. Faszinierend sind die Ergebnisse, die Wolfewicz im Zusammenhang mit den Navigationsmethoden der damaligen Menschen zusammengetragen hat.

Sie folgten den Rentieren und orientierten sich an den Gestirnen. Hoch interessant sind diesem Zusammenhang die Ausführungen zur Sternkarte von Wormbach und zu den Standorten der ersten Kirchen in Westfalen. Karl dem Großen und seinen Nachfolgern habe man in diesem Zusammenhang eine Menge zu verdanken, denn sie haben dafür gesorgt, dass die Orte vorchristlicher Kultplätze bekannt sind.

Wie gewohnt gestaltet Wolfewicz sein Bühnenbild mit großer Liebe zum Detail.

Weitere Stichworte sind Yggdrasil und Irminsul oder kaum bekannte Zusammenhänge zwischen den Kultorten von Stonehenge, Nebra, Wormbach und eben der Irminsul. Außerdem wird der Erzähler immer wieder auf die Rolle der Edda verweisen. „Die Himmelsscheibe von Nebra bestätigt, was in der Edda steht“, kündigt Wolfewicz an.

Der „Garten der Geschichte“ geht am Dienstag, 28. Februar in die nächste Generation. Beginn ist um 19 Uhr in der Burg Holzbrinck. Interessenten sollten sich auch den 28. März vormerken, wenn es um „Edda – Ahnenwissen und Weissagung“ geht sowie den 25. April: Er steht unter dem Motto „Hünenland“, geht näher auf die Abbilder des Himmels ein und beschäftigt sich mit Sagenlandschaften Westfalens.

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