Garrelt Duin ist der dritte Minister im Stollen

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Ausführlich erklärte der Bürgermeister seinem Gast das Edutainment-Konzept des Burgaufzugs. Hier werde ein Pfund geschaffen, mit dem die Stadt wuchern könne, lobte Garrelt Duin.

ALTENA - Er kam, sah und hörte zu: Der NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin erwies sich bei seiner gestrigen Altena-Visite nicht gerade als Mann großer Worte.

Drei Tage lang beschäftigt sich der SPD-Politiker intensiv mit dem NRW-Tourismus. Am Dienstag informierte er sich im Teutoburger Wald über Gesundheitstourismus, nach dem gestrigen Ausflug ins Sauerland geht seine Reise heute im Bergischen zuende.

Dass Duin nicht viel zum Aufzug sagte, mag auch an den sehr ausführlichen Erklärungen von Dr. Andreas Hollstein gelegen haben. Der kommt langsam in Übung: Er sei bereits das dritte Kabinettsmitglied, das sich in diesem Jahr die Baustelle anschaue, erklärte der Bürgermeister seinem Gast, bevor er ins Detail ging und ausführlich die Entstehungsgeschichte des Projektes schilderte.

Immerhin kam auch der Landrat zu Wort. Thomas Gemke legt bei seiner Begrüßung des Ministers großen Wert darauf, die Bedeutung Südwestfalens als Firmenstandort herauszustellen: „Wir sind die Industrieregion Nummer 1 in NRW“, sagte er mit Hinweis auf unabhängige Untersuchungen. Der Burgaufzug solle deshalb auch dazu dienen, die Region für deren Bewohner attraktiver zu machen. Hinzu komme die touristische Komponente - der Aufzug stehe nicht allein, sondern werde in ein Konzept eingebunden, das die Region insbesondere für Tagesausflügler interessanter machen werde, erklärte Gemke und freute sich über die Akzeptanz, die das Projekt schon heute im heimischen Raum genieße. Das habe auch seinen Grund darin, dass „die Menschen mitgenommen wurden“, lobte der Landrat die Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, die in den vergangenen Jahren vor Ort geleistet wurde.

Den vielen akustischen folgten dann optische Eindrücke - vor dem Stollen bestaunte der Minister die dort ausliegenden Baupläne und die großen Schalungen, die gerade für die bergseitige Wand des Eingangsgebäudes errichtet werden. Nur noch ein kleiner Durchgang ist frei zum Stollen, der groß gewachsene Besucher musste tief den Kopf einziehen.

Im Stollen selbst bekommt man inzwischen einen Eindruck davon, wie aufwändig die Technik für Aufzug, Brandschutz und Edutainment sein wird - einige Kilometer Kabel wurden dort in den letzten Wochen verlegt. Erstaunlich sei, dass die Techniker stets wüssten, welches wofür sei, sagte der Minister. Und: „Das ist halt deutsche Ingenieurskunst“.

Nach dem Tunnelgang ging es zum Ausklang auf die Burg, wo Duin dann doch noch einige Worte sagte. Er lobte das Projekt als richtungsweisend. Es sei geeignet, das zweifellos vorhandene Potenzial von Stadt und Kreis weiter auszubauen und mehr Touristen in die Region zu locken.

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