Dahler Straßen teils in schlimmem Zustand

Ein ganz spezielles Thema

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Noch nicht einmal asphaltiert ist dieses Teilstück der Dahler Straße Auf der Ebene

Altena - Straßenbau in Dahle ist seit beinahe 50 Jahren ein thematischer Dauerbrenner: Kurz vor der kommunalen Neuordnung im Jahr 1969 erklärte der damalige Gemeinderat sämtliche Straßen für „endgültig hergestellt“. So sollte verhindert werden, dass die Stadt Altena die Bürger für den Straßenbau zur Kasse bittet.

Dieser Beschluss hatte zwei gravierende Schönheitsfehler. Zum einen war er rechtswidrig. Das ist seit beinahe 30 Jahren amtlich, weil das Verwaltungsgericht nach dem Ausbau der Hasenkampstraße die Umlage der Kosten auf die Anwohner als rechtmäßig bezeichnete.

Sachlich falsch

Zum zweiten war die Behauptung, alle Straßen seien hergestellt, sachlich völlig falsch. Es gab (und gibt bis heute) Straßen, die noch nicht mal asphaltiert sind, von einer ordnungsgemäßen Entwässerung und anderen Feinheiten ganz zu schweigen. Das gilt auch für einen Weg, den Anwohner im Rahmen der gemeinsamen Schlagloch-Aktion von AK, ACE und IG Bau gemeldet haben. Es geht um ein Teilstück der Straße „Auf der Ebene“, das von Schlaglöchern übersät ist. Gelegentlich komme der Bauhof, um die schlimmsten Löcher zu stopfen.

Löcher zu stopfen

Das halte aber meistens nicht lange, weil die Schotterpiste insbesondere unter schweren Fahrzeugen wie zum Beispiel denen der Müllabfuhr leide, sagen die Betroffenen. Faktisch sei „Auf der Ebene“ eine Privatstraße, sagt Bau-Abteilungsleiter Roland Balkenhol mit Verweis darauf, dass der Weg zumindest in Teilen über private Flächen führe. Wolle die Stadt sich dieses Themas wirklich annehmen, dann sei das mit hohem Aufwand verbunden: Sie müsste die entsprechenden Parzellen kaufen oder womöglich sogar deren Besitzer enteignen, einen Bebauungsplan verabschieden, eine so genannte Abweichungssatzung beschließen und schließlich ausschreiben und ausbauen.

Kosten

Das sei mit erheblichen Kosten verbunden, die bei einer reinen Anliegerstraße (es handelt sich um eine Sackgasse) zu einem Großteil die Anlieger zu tragen hätten, sagte Balkenhol. Die Problematik ist nichts Neues für den Abteilungsleiter: „Am Brautweg haben wir die gleiche Situation“. Auch in der Rahmede gebe es solche kleinen Privatstraßen. Wenn die Anwohner mit deren Zustand nicht mehr zufrieden seien, sollten sie sich nach Balkenhols Auffassung mit der Frage beschäftigen, ob sie die Situation nicht selbst verbessern könnten.

Schlagloch-Melder

 Die Aktion „Schlaglochmelder“ läuft weiter. Wer auf besonders schlechte Straßen hinweisen möchte, kann das im Internet unter www.ace.de/autoclub/schlaglochmelder tun – bitte eine Kopie der Meldung und möglichst auch ein Foto an ak@mzv.net mailen.

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