Galerieverein wird still verschwinden

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Der langjährige Vereinsvorsitzende Joachim Schaumann kümmert sich nun um die Auflösung.

Altena -  „Der Verein wird still verschwinden“, prophezeit Joachim Schaumann. Der Betreiberverein der Stadtgalerie hat ihn in der letzten Sitzung einstimmig zum Liquidator gewählt. Innerhalb eines Jahres wird der Verein abgewickelt und aus dem Vereinsregister gelöscht. Ein Aufschrei zu diesem Beschluss aus der Bevölkerung ist bislang ausgeblieben.

Ulrich Hins brachte es auf den Punkt: „Ich vermisse Reaktionen zur Stilllegung des Galeriebetriebs“, erklärte er in der Versammlung am Dienstag in der Burg Holtzbrinck. Seit August war bekannt, dass der Verein sich auflösen müsse. Einnahmen von knapp 4000 Euro standen im Jahr 2013 Ausgaben von fast 7000 Euro gegenüber. Schaumann hatte mit einem schriftlichen Appell an alle Mitglieder reagiert und um Ideen gebeten – auch die gab es nicht, weshalb Schaumann die bevorstehende Liquidation öffentlich machte.

Damit hat er rechtzeitig die Reißleine gezogen und verhindert, dass der Verein finanziell ins Minus rutschte. Er schätzt, dass nach der Begleichung letzter Außenstände 4800 Euro übrig bleiben.

Die elf Teilnehmer der abschließenden Sitzung beschlossen, diese Summe zweckgebunden der Stadt zukommen zu lassen. Das Geld soll in Kunst investiert werden. „Vielleicht könnte es der finanzielle Anschub für die Gestaltung des Markaner-Kreisels sein“, regte Joachim Schaumann an. Auch seitens der Stadtverwaltung habe es keine Reaktion auf die bevorstehende Auflösung gegeben, teilte der neugewählte Liquidator auf Anfrage mit.

Weil die Stadt nicht mehr die notwendigen Mittel hatte, um die Galerie weiterzubetreiben, hatte sich der Verein 2002 gegründet, um die Kosten für den Ausstellungsbetrieb zu tragen. Jahrelang ist es gut gelaufen: „Es war eine tolle Zeit mit schönen Ausstellungen“, resümierte Schaumann. Unklar ist bislang, wie das auch von den ausstellenden Künstlern oft hochgelobte Gebäude weitergenutzt wird. Eine lang vorab konzeptionierte Drahtkunst-Ausstellung wird es noch geben – dann ist Schluss.

Von Ina Hornemann

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