Gretel Eisch freut sich über ein großes Forum

Pfarrer Uwe Krause interviewte die Künstlerin am Sonntag in der Dahler Kirche.  Foto: Willi Prösser

Altena -  Groß war am Sonntag das Interesse an einem Galeriegespräch mit der Künstlerin Gretel Eisch, die in der evangelisch-reformierten Kirche in Dahle vor rund 50 Besuchern von ihrem künstlerischen Werdegang und der kreativen Arbeit in ihrem Wohnort Frauenau im Bayerischen Wald erzählte.

Schon ihre Mutter sei Künstlerin gewesen, erzählte die 1937 in München geborene Gretel Eisch, die dort ab 1956 bei Anton Hiller Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste studierte. Gemeinsam mit ihrem Mann Erwin Eisch machte sie Frauenau unter dem Stichwort „Bild-Werk“ zu einem Zentrum der Glaskunst, entwarf Skulpturen und Keramikobjekte und erprobte unterschiedliche Druck- und Glasmaltechniken. Schon sehr früh sei es ihr ein Anliegen gewesen, auch gemeinsam mit Kindern Kunst zu machen, erzählte Gretel Eisch, die fünf eigene Kinder großzog. Bei dieser künstlerischen Arbeit mit den Kindern standen Glasmalerei und Töpferei, Keramik und das Glasblasen im Vordergrund.

Seit Ende der 80er Jahre entwickelte sich Frauenau zu einer kleinen Künstlerkolonie mit einem eigenen Veranstaltungskalender, der immer mehr auch auswärtige Kreative anlockte. Anfang der neunziger Jahre entdeckte Gretel Eisch dann jene Techniken, die auch die Ausstellung in der Dahler Kirche bestimmen: Den Holzschnitt und die Holzbildhauerei. Große Freude äußerte die Künstlerin über den Umfang der Farbholzschnitt-Ausstellung „Geborgen in der Arche“ in Dahle: In so einem großen Rahmen habe sie ihre Drucke noch nie präsentieren können. Durch eine Arbeit zum Thema „Ostern“, den die Künstlerin mitgebracht hatte, wurde die Ausstellung sogar noch größer. Auch für den Hausgebrauch brachte Gretel Eisch einige Originaldrucke mit, die nun käuflich erworben werden können.

Die Besucher fragten nach, wie die Technik des Holzdrucks funktioniert: Für den Druck jeder Farbe muss eine gesonderte Platte angefertigt werden.

Pfarrer Uwe Krause freute sich über das Interesse an dem aus der Ausstellung hervorgegangenen Buch „Geborgen in der Arche“ mit 20 Holzschnitten der Künstlerin, zu dem er die besinnlichen und erklärenden Texte lieferte. Mittlerweile interessiert sich auch der Touristikverband im Bayerischen Wald für das Buchprojekt. Möglicherweise steht also bald eine Dienstreise für den Pfarrer im Terminplan.

Von Thomas Krumm

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