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Funkelnder Chrom und edles Holz: Mercedes-Oldtimer in Altena

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Von: Thomas Bender

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Club-Chef Peter Kulp begrüßte die Teilnehmer der Ausfahrt auf dem Gelände von Mercedes Berger in der Brachtenbeck. Dort stärkten sie sich bei einem deftigen Frühstück, bevor sie in Richtung Arnsberg starteten.
Club-Chef Peter Kulp begrüßte die Teilnehmer der Ausfahrt auf dem Gelände von Mercedes Berger in der Brachtenbeck. Dort stärkten sie sich bei einem deftigen Frühstück, bevor sie in Richtung Arnsberg starteten. © Bender, Thomas

Das war ein Schmaus nicht nur für die Augen: Mit einem deftigen Frühstück bei Mercedes Berger in der Brachtenbeck begann am Samstag die „Extratour“ des Mercedes Veteranen Clubs (MVC) Ruhr. Während dessen Mitglieder sich drinnen mit Kaffee, Käsestullen und Mettbrötchen stärkten, funkelten draußen die Karosserien ihrer historischen Fahrzeug um die Wette.

Ein H-Kennzeichen bekommt heute schon ein „Baby-Benz“ aus den 1990ern – beim MVC wäre man damit allerdings fehl am Platze: „Der Verein bezweckt vor allem die Erhaltung, Wiederherstellung und Pflege von Benz-, Daimler- und Mercedes-Benz-Fahrzeugtypen mit Vollrahmen bis zu 300- und 300 SL-Modellen“, heißt es in der Satzung des Clubs. „Das sind in erster Linie Vorkriegsmodelle und solche aus der frühen Nachkriegszeit“, erklärt Frank Habbel.

Allerdings erfüllte nicht alles, was am Samstag am Autohaus parkte, diese strengen Kriterien – man sah da auch das eine oder andere SL-Modell aus den 1980er-Jahren oder 50 Jahre alte Limousinen – alle top gepflegt und insgesamt ein Vermögen wert. Ein 190 SL, der am Samstag bei Berger auf dem Hof parkte, kostet in gutem Zustand um die 100 000 Euro, noch teurer sind die Cabrios aus den 1950er-Jahren, die nach Altena gekommen waren.

Blick in ein Fahrzeug aus den 1950er-Jahren mit einem Armaturenbrett aus edlem Holz.
Blick in ein Fahrzeug aus den 1950er-Jahren mit einem Armaturenbrett aus edlem Holz. © Bender, Thomas

Nicht alle nutzen ihr ältestes Pferd im Stall

Nicht alle der meist etwas älteren MVC-Mitglieder hätten für diese Ausfahrt ihr ältestes Pferd aus dem Stall geholt, erklärte Habbel den bunten Fahrzeugmix vor seinem Autohaus. Nicht alle wollten ihrem ältesten Oldtimer eine zweitägige Tour durchs Sauerland zumuten und kamen deshalb mit etwas jüngeren Exemplaren aus ihrer Sammlung, die dank Bremskraftverstärker und Servolenkung auch einfach zu fahren seien.

Dass der Inhaber des Autohauses Berger als Gastgeber fungierte, hat einen Grund: Reparatur, Wartung und Restaurierung historischer Fahrzeuge sind ein wesentliches Standbein des Betriebes, in dessen Ausstellungshalle entsprechend viele historische Fahrzeuge stehen. Selbst der Berger-Abschleppwagen ist ein Oldtimer. Das hat sich in der Szene natürlich im Laufe der Jahre herumgesprochen, weswegen immer mal wieder Oldtimerausfahrten in der Brachtenbeck Station machen.

Kreuz und quer durch das Sauerland

Am Samstag ging es nach dem Frühstück in Altena zunächst in Richtung Arnsberg und dann kreuz und quer durchs Sauerland zurück nach Lössel, wo die Teilnehmer im Romantik-Hotel Neuhaus übernachten könnten, bevor es am Sonntag wieder zurück ins Ruhrgebiet ging.

Nicht alle Teilnehmer hatten ihr ältestes Stück mitgebracht. Deshalb sah man auch Fahrzeuge der 1960er und 1980er Jahre.
Nicht alle Teilnehmer hatten ihr ältestes Stück mitgebracht. Deshalb sah man auch Fahrzeuge der 1960er und 1980er Jahre. © Bender, Thomas

Der MVC Ruhr ist eine Untergliederung des MVC Deutschland, in dem rund 1800 Besitzer von gut 3000 historischen Fahrzeugen zusammengeschlossen sind.

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