Fulminanter Abschluss mit Dahler-Dorfabend

Dschungelcamp-Spiele sorgten für Nervenkitzel.

ALTENA - Wilde Vorführungen, schräge Typen, Musik, Tanz und feiern bis in den frühen Morgen – mit dem „Dorfabend“ wurde am Sonntag dem Schützenfest in Dahle ein feucht-fröhlicher Abschluss beschert. Dabei standen, charmant präsentiert von Moderator Helmut Göss, ausnahmslos die Mitglieder des Schützenvereins Dahle auf der Bühne, die sich allerhand hatten einfallen lassen, um die Lachmuskeln der zahlreichen Gäste zu strapazieren.

Den Europäischen Gedanken hatten gleich zu Beginn die Offiziere mit in die Schützenhalle gebracht. Nach dem Einmarsch intonierten sie, in Trachten unterschiedlicher Nationen gekleidet und mit entsprechenden Fähnchen bestückt, das Lied „Freude schöner Götterfunken“, das allerdings mit einem neuen Text ausgestattet worden war: „Heute feiern wir in Dahle, wieder einmal Schützenfest, alle Menschen hier im Saale, jeder es sich gut sein lässt.“

Im Anschluss wartete für fünf Besucher des Dorfabends – einschließlich des neuen Schützenkönigs Christian Schulte – eine Überraschung der besonderen Art. Beim Wettbewerb „Dschungelcamp“, bei dem auch ein wild gewordener Affe seinen Teil zu einer korrekten Dschungelatmosphäre beitrug, mussten die Kandidaten, die vor der Aktion noch gar nichts von ihrem Glück wussten, einige unangenehme Aufgaben lösen, um möglichst viele Sterne zu sammeln und sich so eine Chance auf den Sieg zu erkämpfen.

Waren die in Milch schwimmenden Augen, die die Dschungel-Helden als Appetitanreger zu sich nehmen mussten, noch unecht und schmeckten dem Vernehmen nach deutlich besser, als es die Zuschauer vermuten durften, wurde es später deutlich unappetitlicher. Denn nachdem die Kandidaten in der Chili-Torte mit hinter dem Rücken verschränkten Armen nach den begehrten Sternen züngeln mussten, wurden echte Mehlwürmer vertilgt. Trotz der schwierigen Aufgabe blieben jedoch alle Kandidaten hart und schlugen mit gesegnetem Appetit zu. Die Königsdisziplin kam jedoch zum Schluss. Nachdem die Kandidaten die Augen verbunden bekommen hatten, mussten sie in einem großen Terrarium nach den begehrten Sternen greifen. Was darin wuselte, konnten sie erst nach dem Spiel sehen – Schwärme lebender Heuschrecken und allerlei weitere, großformatige Krabbeltiere. Insgesamt drückte sich jedoch keiner der Kandidaten vor den Herausforderungen.

Eine ebenso aufwändige wie lustige Inszenierung mit viel Musik, bunten Kostümen und Spielszenen hatten die Mitglieder der 2. Kompanie „Unterdorf“ auf die Beine gestellt. Die meisten Besucher des Dorfabends wussten noch nicht, „Wie das Bier nach Dahle kam“, waren aber nach der Aufführung um einiges schlauer. So ruderten die Protagonisten unter anderem über die Weltmeere zu Achim Reichels Gassenhauer „Aloha he“ und lieferten ein donnerndes Finale mit dem Song „Sauerland“ von Zoff.

Abschließend gaben die Mitglieder der 1. Kompanie „Oberdorf“ noch eine Fitness-Darbietung zum Besten, und auch das alte Königspaar Heinz Richter und Dorina Mertens-Richter hatten sich gemeinsam mit ihrem Hofstaat etwas Besonderes für ihren Bühnen-Auftritt einfallen lassen. Zwischen den Aufführungen sowie im Anschluss an den Showteil spielte die Formation „Soundcocktail“ zum Tanz auf.

von Björn Otlinghaus

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