Fukushima ist etwas Menschen Gemachtes

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Musik, Lieder, Protestplakate. Altena zeigt Flagge gegen Atomkraft.

ALTENA - Herrlicher Sonnenschein und eine gut besetzte Zuschauerkulisse: Der Einladung der Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung im Angesicht der atomaren Katastrophe in Japan mit einer Mahnwache ein Zeichen zu setzen, folgten gestern viele Dutzend Altenaer zum Zögerplatz.

Während Heinz Mührmann als Vorsitzender der Bürgerinitiative die Gäste begrüßte und zur Einstimmung mit Pfarrerin Merle Vokkert sang und musizierte, bezeichnete er Atomkraft „als die Pest dieser Zeit.“ Eindringlich mahnte Mührmann, daran zu denken, welche Risiken Atomkraft habe und was wir deshalb heute unseren Nachkommen hinterließen.

In Anwesenheit zahlreicher Pastöre, darunter der gestrige Sprecher der Kundgebung Dr. Dietmar Kehlbreier und Pfarrer Becker aus Nachrodt sowie Diakon Voss und einer starken Abordnung der IG Metall mit ihrem leuchtend-roten Info-Mobil, sagte Pastor Dr. Kehlbreier: „Fukushima ist etwas Menschen Gemachtes.“ Er skizzierte das „unfassbare Szenario“, appellierte an alle, für die Opfer zu beten und forderte ein Umdenken. Konkret forderte er politische Konsequenzen wie die Rücknahme der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, eine andere Gesprächskultur und einen neuen, nachhaltigeren Lebensstil der Menschen. Protestplakate, das rhythmische Schlagen eines gelb gestrichenen Atomfasses und viele Gespräche rundeten die Mahnwache ab. Mührmann: „Wir haben vor 25 Jahren schon einmal hier gestanden“ und bitter fügte er an, „wir wiederholen das heute, weil uns Schlimmes bevor steht.“

von Johannes Bonnekoh

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