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Für Ukraine-Flüchtlinge: BGA-Schüler erwandern 11.500 Euro

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In kleineren Gruppen machten sich die Schüler auf den Weg. Strecken gab es unterschiedlich lange, die alle wieder am BGA endeten.
In kleineren Gruppen machten sich die Schüler auf den Weg. Strecken gab es unterschiedlich lange, die alle wieder am BGA endeten. © Krumm, Thomas

11 500 Euro mit einem Sponsorenlauf erzielt: Eine wahrlich beeindruckende Summe konnte jetzt Lehrer Thomas Schiewe im Namen des Burggymnasiums Altena (BGA) an Judith und Marc Krätzig vom Bergheim übergeben.

Altena - Im Bergheim sind bekanntlich ukrainische Flüchtlinge untergebracht. Ihnen soll das Geld zugute kommen.

Organisiert hatte die Aktion ein Team um Lehrerin Kira Erlenkötter – werden sollte es erst ein richtiger Sponsorenlauf. Draus geworden ist letztlich ein Wandertag mit kurzen (drei bis fünf Kilometer), mittleren (sechs bis acht) und längeren (elf bis 13) Strecken, die alle am BGA gestartet sind und auch dort endeten, so Schiewe Mit Laufkarten ausgestattet, hatten sich die Schüler im Vorfeld um Sponsoren gekümmert, die einen bestimmten Betrag pro zurückgelegtem Kilometer spendeten (wir berichteten).

Gewandert wurde Ende April

Am letzten Freitag im April wanderten die Schüler los. Wegen eines Sturms war ein vorher geplanter Termin ausgefallen. „Zwischen 200 und 250 Schüler aus den Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben haben mitgemacht, dazu gut 20 Lehrer“, berichtet Schiewe. Gefreut hat er sich auch darüber, dass einige ältere Schüler, die die „Kleinen“ als Paten an die Hand nehmen, mitgemacht haben.

Dankbar nahm das Heimleiterehepaar Marc und Judith Krätzig die Spende von Thomas Schiewe entgegen, der diese im Namen des Burggymnasiums übergeben hatte.
Dankbar nahm das Heimleiterehepaar Marc und Judith Krätzig die Spende von Thomas Schiewe entgegen, der diese im Namen des Burggymnasiums übergeben hatte. © Wiechowski, Jona

Stolze 1100 Kilometer – also Luftlinie von Altena grob bis an die polnisch-ukrainische Grenze – legten die Schüler insgesamt zurück. Zu den Geschehnissen in der Ukraine haben sie eine besondere Beziehung. In zwei Klassen am BGA werden Ukrainer unterrichtet. Fünf von diesen Schülern wohnen mit insgesamt 15 anderen Personen noch im Bergheim.

Freude über das viele Geld

Er sei überrascht von der Spende, berichtete Krätzig hoch erfreut. Für das Geld hätten sie auf jeden Fall Verwendung. Denn: Aktuell gebe es staatlicherseits keine Hilfen für das Bergheim in Sachen Ukraine. Von der Stadt erhielten sie einen kleinen Betrag, um die Verpflegung sicherzustellen. Beispielsweise bei Medikamenten seien sie dran. Auch bei anderen Dingen. Organisiert haben sie zum Beispiel eine Waschmaschine, damit die Flüchtlinge ihre Wäsche auch in kleineren Mengen waschen können. Das Heimleiterehepaar plant auch, Ausflüge mit den Geflüchteten zu machen, damit diese auch mal rauskommen.

Seit einigen Monaten wohnen die Ukrainer jetzt im Bergheim – von dem Höchststand von 41 sind sie mit aktuell 20 weit entfernt. Einige sind in Wohnungen untergekommen, vorwiegend in Lüdenscheid, berichtet Krätzig. Das Zusammenleben beschreibt der Gastgeber „als große Familie“, dem die Menschen ans Herz gewachsen sind. Die Verständigung klappe irgendwie, notfalls mit Übersetzungsapps. Eine große Hilfe sei da eine Mitarbeiterin, die Russisch könne.

Betrieb im Bergheim läuft normal weiter

Indes läuft der Betrieb im Bergheim mit dem weitläufigen Gelände weiter – in dieser Woche war beispielsweise eine Klasse aus Wuppertal zu Gast.

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