Julian Palla löst Dietmar Vogt ab

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Mit Komödien begeistert das Ensemble immer wieder.

Altena -  Wechsel an der Spitze des Vereins „Theater auf Draht“. In diesen Tagen übernahm Julian Palla (26) das Amt des Vorsitzenden von Dietmar Vogt (65). Der hatte das freie Theater seit 14 Jahren geführt. „Es war alles in allem eine schöne Zeit. Und ich kann versprechen: Ich mache weiter mit, ziehe mich nicht zurück“, sagt der scheidende Chef von 25 Aktiven, die seit 20 Jahren der Stadt und ihren Bewohnern „Jahr für Jahr“ mit der Aufführung einer Komödie viel Freude bereitet haben.

 „Es ist Zeit, vielleicht einmal neue Wege zu gehen. Frisches Blut tut jedem Verein gut“, begründet Vogt sein Zurückziehen in die zweite Reihe. Ihm selbst hat das Theaterspielen „stets viel Freude gemacht. Es war toll, in Rollen zu schlüpfen Es war aufregend, auf der Bühne zu stehen. Es war kribbelig zu bemerken, ja, der Funke springt über“, erinnert er sich.

Und da hält er es mit einem großen Vorbild, dem Entertainer Jürgen von der Lippe. Früher sei es schon schwierig gewesen, die Leute zum Lachen zu bringen. Heute gelinge ihm persönlich das viel schneller und ungezwungener. „Dann hast du das Publikum am Schopf“, so zitiert er von der Lippe etwas frei. „Das spürt man, das spornt auch an.“

Nebenrollen, Sprechrollen, Regiearbeit aber auch Hauptrollen hat Vogt in all den Jahren gespielt und sich mit Inbrunst eingebracht. Trotzdem macht er den Erfolg der Gruppe nicht an seiner Person fest. Das Theater auf Draht sei eine tolle Truppe, man verstehe sich, harmoniere und komme eben gerne immer wieder zusammen. Über Familienbeziehungen - seine Cousine Ilka Kremer war einst selbst Darstellerin - kam Vogt zum Theaterspielen.

Jetzt möchte er weiter auf der Bühne stehen, sich aber vorrangig ein wenig um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern und - sofern gewünscht - auch als Ratgeber für den Vorstand fungieren. Dem gehört Dietmar Vogt aktuell aber nicht mehr an. Nachfolger Julian Palla (26) ist seit sechs Jahren beim Ensemble. Jessica Reinhardt, eine liebe Bekannte und Freundin, sorgte dafür, dass er zum Team kam und neben kleinen Rollen auch bereits Regie führte.

 Er habe den Kopf „voller neuer Ideen“, ohne aber alles umstoßen zu wollen. Nur so viel ist schon klar: Die Spielzeit des Theaters wird vom Frühjahr (bisher meist Februar-März-April eines jeden Jahres) ab 2019 auf die Monate Oktober-November-Dezember umgestellt. Man komme so besonders den älteren Stammgästen entgegen, die oftmals wegen strenger Winter nicht den Weg zur neuen Spielstätte im Thomas-Morus-Haus genommen hätten.

Palla, der im Zivilberuf als Industriekaufmann tätig ist, sah sich bereits als junger Mann „Vorstellungen an und ich war begeistert.“ Deshalb hatte ihn Dietmar Vogt auch bereits „Jahre im Blick und auf dem Schirm“. Jetzt plant er mit seinen Vorstandskollegen unter anderem neue öffentliche Auftritte, unter anderem in Social Media wie Facebook und eine entsprechende Umstrukturierung im Außenauftritt der Gruppe.

Im November wird es unter seiner Leitung erstmals einen Workshop geben. „Das wird eine spielerisch gestaltete Veranstaltung sein. Vorrangiges Ziel ist es, neue Mitglieder zu werben und für das Theater zu begeistern. An welcher Stelle sie dann mitwirken wollen, ist natürlich jedem selbst überlassen.“

Auch das professionelle Schulen der Ensemble-Crew wird weitergehen. Bisher gab es einen Zwei-Jahres-Rhythmus, um die Schauspieler in Sachen Stimmgebrauch, Gestik und Mimik, um nur einiges zu nennen, zu schulen. Mit Markus Spohr aus Hagen hatte das Theater auf Draht dabei in der Vergangenheit immer einen starken und kompetenten Partner.

Palla dankt Vogt für seine geleistete Arbeit und freut sich, dass er noch weiter im Team ist. Dank sagt er - wie auch Vogt - dem treuen Stammpublikum. Das darf sich in 2019 auf eine Komödie freuen, „die bereits große Erfolge auf den Bühnen der Welt und im TV hatte. Das Geheimnis, was wir spielen, werden wir in Kürze lüften.“ Geprobt wird ab September wieder regelmäßig mittwochs im Thomas-Morus-Haus. Dann kommt das Ensemble jeweils um 20 Uhr zusammen.

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