Frühjahrsputz am Felsenplatz

ALTENA - Zwei Mal im Jahr nehmen Hans-Joachim Graf und Gotthard Berndt nicht einfach so auf der einladenden Bank am Felsenplatz im Herzen der Fußgängerzone Platz. Dann tragen die beiden Männer Regenzeug und Gummistiefel, weil sie seit Jahren im Frühjahr und Herbst in Eigenregie den beliebten Platz von Grund auf säubern.

Der Felsenplatz ist einfach ein Stück Altena, eben Treff- und Ruhepunkt für viele. Und weil hier aus einer mit Steinen eingefassten Felswand auch noch ein munteres Wasser fließt, ist er beliebt bei Alt und Jung. Hans-Joachim Graf und Gotthard Berndt, zwei direkte Anwohner des Komplexes, haben es sich zur stillen Aufgabe gemacht, die Brunnen-Anlage in Eigenregie zu pflegen.

„Kein Trinkwasser!“ – deutlich steht die Warnung am nie versiegenden Quell aus der Wand. Und ist ein Hinweis auf die Umlaufpumpe, die unter einer Platte inmitten des Brunnen verschwindet. „Es stank schon ein wenig zum Himmel“, sagten gestern die Helfer. Sie tauschten nicht nur den Inhalt der Wasserwanne aus, sie spülten auch den Kanal und entfernten „Unrat, den vermutlich Kinder in den Wasserkreislauf geworfen haben.“

Behilflich war ihnen dabei ein Elektriker der Stadt, der für das korrekte Funktionieren und den Service der Pumpe zuständig ist. Davor hatte sich nämlich ein Steinchen gesetzt, was den Wasserstrahl erheblich beeinträchtigte.

Viel Aufhebens um ihre Arbeit machen die beiden Altenaer nicht. „Das geht seit Jahren so“, war das einzige, was sie gestern anmerkten. Und dass sie sich ehrenamtlich für ihre Stadt, für ihre Fußgängerzone einsetzen, auch das halten sie für „nicht der Rede wert.“ Einer, pardon, zwei müssten es schließlich machen.

von Johannes Bonnekoh

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