Frühjahrs-Putz im Stadtteil Knerling

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Ein Team der ABG räumte am Knerling mit auf.

ALTENA - Immer wieder ging gestern der Blick von Kornelia Schneider sorgenvoll Richtung Himmel. „Ich glaube fest, das Wetter hält, es regnet nicht“, machte die Mitarbeiterin der Altenaer Baugesellschaft (ABG) sich und ihren Mitstreitern am Morgen Mut und schwang den Besen. Gestern war Frühjahrs-Putz am Knerling.

„Wir nennen das Wohnumfeldverbesserung“, sagte ein Kollege von Schneider, der mit weiteren ABG-Bediensteten ebenfalls Gehwege fegte und Müll in die bereit gestellten blauen Sammelsäcke steckte. „Wir sind hier an der Friedrich-Ebert-Straße in der Früh angefangen“, sagte Schneider. Ihrem Aufruf an die Mieter dieses Stadtteils, doch bitte schön zu helfen und auch selbst mit Hand an zu legen, waren viele gefolgt. „Das verteilt sich ganz schön“, sagte die junge Frau. Sie, wie alle Helfer, staunten oft nicht schlecht, was in den Grünanlagen so herum lag. „Irgendwie unverständlich“, meinte ein Mieter. „Wir wolles es hier doch schön haben und ich denke mal, das haben Anwohner achtlos fort geworfen. Das macht man nicht.“ – Wie dem auch sei: Berge von Müll kamen gestern zusammen. Schließlich ist der Knerling ja auch kein kleines Wohngebiet. Einher ging das Ärmel-auf-krempeln von Mitarbeitern und Mietern mit dem Einsatz von Fachfirmen. So waren örtlichen Gala-Bauer und Gärtner mit dem Rasenschnitt beschäftigt und sahen sich auch die Gehölze und Büsche an.

Bereits seit dem 23. April tauscht die ABG an den von ihr vermieteten PKW-Stellplätzen die entsprechenden Schilder aus. Die neuen Bezeichnungen tragen jetzt wieder den Namen des Mieters und sind mit dem Emblem der ABG versehen. „Es sieht einfach optisch besser und irgendwie einheitlich aus“, so Schneider.

„Ich glaube, wir werden heute damit fertig“, meinte ein Handwerker, als er die Schilder umsteckte. Der Knerling, das ergab ein Blick ins Archiv unserer Zeitung, liegt der ABG schon seit 100 Jahren am Herzen. Unter dem Datum vom 29. April 1912 hieß es im Kreisblatt: „Die Altenaer gemeinnützige Baugesellschaft, die es sich angelegen sein läßt, gesunde, den modernen Anforderungen entsprechende Wohnungen zu schaffen, wird in allernächster Zeit mit dem Bau einiger Wohnhäuser am Knerling beginnen. Eine Reihe von Unternehmern hat Offerten eingereicht; in einer heute abend stattfindenden Sitzung der Baugesellschaft wird entschieden werden, wem die Ausführung der Bauten überragen wird.“

von Johannes Bonnekoh

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