100 Prozent Ehrenamt für Michael Scheffler

Von Britta Altenkamp übernahm Michael Scheffler den Vorsitz der Landesarbeitsgemeinschaft der Awo. Sie versteht sich als „Sprachrohr und Taktgeber für die Sozialpolitik in Nordrhein-Westfalen“. Foto: Altenwerth

Altena - Was macht eigentlich Michael Scheffler? Nach seiner Wahlniederlage im Mai hatte sich der SPD-Landespolitiker zunächst ziemlich zurückgezogen.

Jetzt ist er aus der selbst gewählten Versenkung wieder aufgetaucht: Zum Jahreswechsel übernimmt der 63-Jährige die Leitung der Awo-Landersarbeitsgemeinschaft NRW. Das ist der Zusammenschluss der vier Awo-Bezirke, die es in Nordrhein-Westfalen gibt.

Der Vorsitz wechselt turnusmäßig zum Jahreswechsel, 2018 ist der Bezirk Westliches Westfalen an der Reihe, dessen Vorsitzender Michael Scheffler ist. Er übernahm das Amt von Britta Altenkamp (Awo-Bezirk Niederrhein), auch die Geschäftsführung wechselte, sie ging an Uwe Hildebrandt.

In der Landesarbeitsgemeinschaft der AWO NRW haben sich die vier Bezirksverbände Mittelrhein, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Westliches Westfalen zusammengeschlossen. Sie haben zusammen etwa 100 000 Mitglieder und rund 40 000 Beschäftigte in unterschiedlichen Feldern der sozialen Arbeit, darunter Pflege, Erziehung und Beratung.

Die Landesarbeitsgemeinschaft verstehe sich als „Sprachrohr und Taktgeber für die Sozialpolitik in Nordrhein-Westfalen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dringenden Handlungsbedarf sieht Geschäftsführer Hildebrandt unter anderem mit Blick auf die finanziellen Engpässe in den Kindertagesstätten und den offenen Ganztagsschulen. „Ein besonderes Augenmerk werden wir auch auf die Pflegepolitik legen“, kündigt Scheffler an.

Die Positionen, die Scheffler bei der Awo innehat, sind nach dessen eigenen Angaben „100 Prozent Ehrenamt“, nicht einmal eine Aufwandsentschädigung werde gewährt. Bei einem zweiten Ehrenamt, das Scheffler auf Trab hält, sieht das anders aus: Er engagiert sich als Ratsmitglied und als Bürgermeister-Stellvertreter in der Iserlohner Kommunalpolitik.

Einen bezahlten Job hat der Ex-Landtagsabgeordnete auch wieder: Er berät eine Firma in Rheine, die Altenheime und Krankenhäuser betreibt – ein Tätigkeitsfeld, dem sich Scheffler auch als Kommunalpolitiker widmete. „Für die Rente fühle ich mich noch zu agil“, sagt er.

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