Fritz-Berg-Stiftung baut barrierefreie Wohnungen

Und so sehen die Pläne der Fritz-Berg-Stiftung aus.

ALTENA „Ich bin sehr, sehr zufrieden nach Hause gefahren“ – Olaf Berg, Kuratoriumsvorsitzender der Fritz-Berg-Stiftung, war am Montag Gast im Stadtplanungsausschuss. Zusammen mit dem von ihm beauftragten Architekten Melchior Ossenberg-Engels erklärte er den Politikern die Pläne für den Platz neben ehemals Overbeck.

Wie berichtet, plant die Stiftung dort den Bau eines größeren, aus zwei Gebäudeteilen bestehenden Wohn- und Geschäftshauses. Dazu muss der vorhandene Bebauungsplan geändert werden – ein Verfahren, dass der Ausschuss ohne Gegenstimmen auf den Weg brachte. Damit folgt jetzt die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange, auch betroffene Bürger können sich äußern. Sie sind – wie berichtet – nicht unbedingt einverstanden mit dem Vorhaben. Unter anderem befürchten sie Nachteile durch den Wegfall der Parkplätze. Dieses Argument führte dazu, dass die Berg-Stiftung nun auch einige Kurzzeitparkplätze schaffen will.

„Wir brauchen 1200 Quadratmeter Wohnfläche. Darunter wird es unwirtschaftlich“, erklärte Berg den Mitgleidern des Ausschusses. Geplant werden barrierefreie, großzügig zugeschnittene Wohnungen, die nicht öffentlich gefördert werden und damit auch keiner Sozialbindung unterliegen.

Neben Wohnraum soll auch Verkaufsfläche geschaffen werden - rund 250 Quadratmeter im Erdgeschoss sind vorgesehen. Potenzielle Nutzer dafür gebe es schon, sagte Berg gestern auf Nachfrage: „Wir führen bereits entsprechende Gespräche“. Das Gebäude wird auch eine Tiefgarage bekommen – sie wird rund 20 Einstellplätze bekommen und durch die schon vorhandene Tiefgarage unter dem Berg-Haus zu erreichen sein.

Bisher gibt es nur eine „Volumenplanung“, also Vorstellungen über die äußeren Ausmaße der Gebäude. Sie ist mit der oberen Denkmalbehörde abgestimmt, die auch grünes Licht für die beiden geplanten Penthäuser gab. Wie der Zuschnitt der Wohnungen später im Detail aussehen wird, sei noch offen, sagte Melchior Ossenberg-Engels auf Oliver Helds Frage, ob das Haus auch Wohnraum für Familien bieten werde.

Berg plant, noch in diesem Jahr einen Grundsatzbeschluss des Kuratoriums herbeizuführen und dann den Grunderwerb in Angriff zu nehmen. Die Stiftung steht ein wenig unter Zeitdruck, weil sie natürlich gerne von den zurzeit sehr günstigen Hypothekenzinsen profitieren möchte.

von Thomas Bender

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