Vor der Öffnung: Kaum freie Termine mehr in Friseursalons 

Startklar: Denis Karakus in ihrem Salon Flhair an der Lennestraße. Seit dem 15. Dezember ruht auch hier der Betrieb. Am Montag geht es wieder los. Genau an dem Tag vor zwölf Jahren wurde der Salon eröffnet.	Foto: Keim
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Startklar: Denis Karakus in ihrem Salon Flhair an der Lennestraße. Seit dem 15. Dezember ruht auch hier der Betrieb. Am Montag geht es wieder los. Genau an dem Tag vor zwölf Jahren wurde der Salon eröffnet.

Die Scheren sind gewetzt. Die Friseursalons können am Montag wieder öffnen und haben sich auf einen gehörigen Ansturm eingerichtet. Einen Termin zu bekommen, dürfte in den ersten Tagen schwierig werden. Die Betreiber sind guter Dinge und freuen sich, ihre Tätigkeit endlich wieder aufnehmen zu können. Eine Stichprobe vor Ort.

Altena – „Es ist ja verständlich, dass es viele jetzt nicht abwarten können“, sagt Anabela Fernandes, Inhaberin des Friseursalons an der Hauptstraße in Dahle. Es habe natürlich etliche Anfragen nach Terminen gegeben. „Die ersten zwei Wochen bin ich im Grunde ausgebucht“, sagt Anabela Fernandes. „Frauen und Männer querbeet“ hätten sich einen Termin gesichert. Und auch wenn die heimischen Friseure am Montag eigentlich Ruhetag haben – „da mache ich eine Ausnahme“, sagt Fernandes. „Es ist doch schön, wenn man endlich wieder loslegen darf.“

„Das wird ein langer Tag“, erwartet Kerstin Tigges, die den Salon Kerstin an der Bachstraße betreibt. Schon seit zwei Wochen gebe es Anfragen nach Terminen, weshalb auch für sie feststeht: „Wir haben am Montag geöffnet.“ Den Lockdown hat man an der Bachstraße für etliche Arbeiten genutzt, darunter eine gründliche Reinigung, aber auch eine kleine Erweiterung. Im Salon Kerstin wird ebenfalls nur mit Terminen gearbeitet. „Anders ist es nicht planbar“, sagt die Inhaberin. Sie rechnet damit, am Montag durchaus bis 19 oder 19.30 Uhr zu arbeiten.

Ansturm kam sehr früh

In den Startlöchern steht auch Janine Hagen, die mit Julia Lissel den Salon „Nina und Julia“ an der Kirchstraße betreibt. Hier gab es schon gleich nach Bekanntwerden des möglichen Wiedereröffnungstermins einen regelrechten Ansturm. „Wir sind bis Ende März im Grunde ausgebucht“, sagt Janina Hagen nach einem Blick in ihren Terminplaner. Als erste Amtshandlung nach Bekanntgabe des Wiedereröffnungsdatums gab es eine große Bestellung an Materialien beim Friseur-Vertrieb. 20 bis 25 Schnitte werde man am Tag schaffen, rechnet die Friseurin. Es werde zu Anfang besonders viele „Großarbeiten“ geben, zum Beispiel Färben oder Dauerwelle. Zu 80 Prozent sind es Frauen, die an der Kirchstraße Termine gemacht haben, allerdings manche auch für ihre Männer. Natürlich will man auch bei „Nina und Julia“ auf den freien Friseur-Montag verzichten. „Wir müssen ja sehen, dass wieder etwas reinkommt“, blickt Janine Hagen auf die aktuelle Lage. Der Salon war erst im November 2019 eröffnet worden – und dann ließ der erste Lockdown nicht lange auf sich warten.

„Viel telefonieren und Termine machen“, das sei im Moment die Haupttätigkeit, berichtet Burcu Gökmen, Inhaberin des Salons Bodrum im Stapelcenter. „Die Angestellten freuen sich schon, dass es wieder losgeht.“

Ein besonderer Tag

Ein besonderer Tag ist der Montag für Denis Karakus und ihren Salon „Flhair“ an der Lennestraße. „Dann werden wir zwölf Jahre alt.“ Den Lockdown hat man für eine gründliche Reinigung und Desinfizierung genutzt, außerdem für kleinere Renovierungen. Auch hier ist die Nachfrage groß: „Wir sind für drei oder vier Wochen ausgebucht“, berichtet Denis Karakus.

Auf anspruchsvolle Tage hat man sich im Salon Ilona an der Bachstraße in Nachrodt-Wiblingwerde eingerichtet. Auch hier wird am Montag geöffnet. „Es gibt jede Menge Termine“, sagt Betreiberin Heike Starke. Für mindestens eine Woche sei sie ausgebucht. „Ich bin ja froh, dass ich wieder aufmachen kann. Es muss ja schließlich mal weitergehen.“

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