Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege nicht erlaubt

Friseure öffnen wieder in der Coronakrise: Schon vor der Eröffnung zahlreiche Terminanfragen

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Vorbereitung auf die Wiedereröffnung: Denis Karakus, Inhaberin des Haarstudios Flhair, freut sich, bald wieder ihre Kunden empfangen zu können.

Altena - Burcu Gökmen erhält derzeit zahlreiche Terminanfragen. Seit bekannt gegeben wurde, dass Friseursalons ab dem 4. Mai wieder öffnen dürfen, schreiben viele Kunden die Inhaberin des Friseursalons Bodrum im Stapel-Center über soziale Netzwerke wie Facebook an, um zu fragen, ob sie ihnen schon einen Termin geben kann.

Auch Frauen wünschen sich, den Friseursalon wieder aufsuchen zu können, aber vor allem Männer haben das Bedürfnis, einen Termin zu vereinbaren, fällt Burcu Gökmen auf. Das Telefon des Salons hat sie erst vor zwei Tagen auf ihr privates Telefon umgestellt, um schon einmal Termine zu vergeben. „Das ist alles neu für uns. Wir arbeiten sonst ohne Termine“, sagt sie. Doch aufgrund des Coronavirus’ ist das jetzt nötig.

Die Vorbereitungen für die Öffnung sind getroffen: Desinfektionsmittel und Schutzmasken mussten besorgt werden, ebenso Einmalumhänge für die Mitarbeiter. „Die müssen nach jedem Kunden, der frisiert wurde, entsorgt und der Mundschutz alle zwei Stunden gewechselt werden“, sagt Burcu Gökmen. Auch die Kunden benötigen einen Mundschutz. Für den sollten sie selbst sorgen. „Für den Notfall stellen wir welche zur Verfügung, aber das ist nicht für alle Kunden zu leisten“, sagt die Inhaberin. Um die Abstandsregelungen einzuhalten, soll in ihrem Salon immer ein Platz freigelassen werden.

„Die Kunden sind sehr dankbar, dass es wieder losgeht“, sagt auch Denis Karakus, die das Haarstudio Flhair an der Lennestraße 75 betreibt. Bei ihr sind es vor allem Frauen, die schon nach Terminen fragen. Farbe, Schneiden, Strähnen: Das Komplettprogramm ist nach so vielen Wochen gewünscht. Die Friseurmeisterin hat ihr Salon-Telefon ebenfalls nach Hause umgeleitet, wo sie jetzt einen Termin nach dem nächsten vergibt. Denis Karakus freut sich über das Verständnis der Kunden, dass sie nicht sofort „auf der Matte“ stehen können, sondern dass die Termine nacheinander abgearbeitet werden müssen.

Die Öffnungszeiten bleiben wie gehabt, es werden keine Sonderschichten eingelegt. Und: Die Kollegen arbeiten im Schichtsystem: eine Truppe vormittags, die andere nachmittags. „Wir sind dann zu zweit, höchstens zu dritt im Studio“, sagt Denis Karakus.

Die Friseurmeisterin ist für die Wiedereröffnung bereit. Schutzkleidung und Mundschutz sind für die Mitarbeiter besorgt, und auch die Kunden müssen einen Mundschutz tragen. „Wenn sie selbst einen haben, dann können sie den mitbringen“, sagt Denis Karakus. Andernfalls kann im Friseursalon einer für zwei Euro erworben werden. Da der 4. Mai auf einen Montag fällt, an dem sie – wie die meisten Friseure – geschlossen hat, beginnt Denis Karakus ihren Betrieb erst am 5. Mai.

Der Bart bleibt dran

Zu den verpflichtenden Maßnahmen zählen unter anderem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Friseure und Kunden, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsschutzstandard der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege sind nicht erlaubt. Weiterhin soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand sichergestellt werden, etwa indem man die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt.

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