Schützen besitzen neuen XXL-Kugelfang

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Das Gruppenbild mit Julia Hülle und den anderen Machern des Kugelfangs zeigt dessen imposante Dimensionen.

Altena - „Ungefähr so viel wie ein Mittelklassewagen“ – mehr sagen die Schützen nicht über „eine der größten Investitionen in der Geschichte der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft“. Am Freitag, 13. Februar, trafen sich Vorstandmitglieder in der Firma Pilling, um den neuen Kugelfang in Augenschein zu nehmen.

Von Thomas Bender

Geschossen wird „Am Sande“ – das war so, das ist so und das soll auch so bleiben. Problem dabei: Der Abstand zwischen Schießstand und dem Adler auf der anderen Lenneseite beträgt knapp 70 Meter und damit viel mehr als bei anderen Schießständen. Auf solche Dimensionen ist die vor einiger Zeit verschärfte Schießstandverordnung gar nicht ausgerichtet – nach langem Suchen fand die Gesellschaft in Euskirchen einen Sachverständigen, der sich in der Lage sah, den für Altena erforderlichen Kugelfang zu berechnen. Seine Erkenntnisse setzte die Architektin Julia Hülle vom kkw-Architektenbüro an der Freiherr-vom-Stein-Straße dann in konkrete Pläne um, die schließlich den „Pillingen“ und Adlerbauer Jochen Harte als Vorlage für die Herstellung der Anlage dienten.

Vier mal vier Meter misst der Kugelfang, gebaut wurde er aus bis zu acht Millimeter starken, feuerverzinkten Blechen. Etwa zwei Tonnen wiegt allein die Stahlkonstruktion; entsprechend solide sind Streben und Versteifungen, mit denen sie auf dem schon im vergangenen Jahr fertiggestellten Fundament verankert wird. Von dem Metall sieht man aber beim Schießen gar nichts: Die Vorderseite ist komplett mit dicken Holzbrettern ausgekleidet.

Dahinter sorgt eine Lage Textilien dafür, dass die Kugeln nach menschlichem Ermessen gar nicht erst auf Metall treffen können. Es sei auch unmöglich, dass einer der gut 2000 Schüsse, die im Laufe eines Festes auf den Adler abgegeben werden, am Kugelfang vorbeigehen, erklärte FWG-Fähnrich Henrik Bierwirth bei der Präsentation am Freitag. Hauptmann Jürgen Hesse nutzte dabei die Gelegenheit, sich bei all denen zu bedanken, die sich seit fast zwei Jahren innerhalb und außerhalb der Gesellschaft mit großem Engagement dafür einsetzten, das Projekt zu realisieren.

Der nächste Akt folgt am Samstag, 21. Februar: Dann wird ein Schwertransporter den Kugelfang aus der Nette zum Lennestein bringen – die Fuhre ist so groß, dass sie das Kino auf der linken Seite passieren muss. Um 5 Uhr geht es los, zeitgleich wird an der Werdohler Straße mit dem Aufbau eines 200 Tonnen-Krans begonnen, der den Kugelfang dann gegen 8 Uhr an seine Position bringen wird. Die B 236 wird während dieser Aktion halbseitig gesperrt, eine Ampel regelt den Verkehr.

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