Mit der Zeit gehen, neue Formen anbieten

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Die Frauen des Bastelkreises boten im Gemeindezentrum Mühlendorf neben selbstgemachten Geschenken auch noch Kaffee und Kuchen an.

Altena - Auch wenn das Konzept nicht ganz aufgegangen ist und nur wenige externe Besucher dabei waren: der Tag des Friedhofs im Gemeindezentrum Mühlendorf stellte am Samstag trotz allem ein wichtiges, wenn auch schwieriges Thema in den Mittelpunkt. „Vieles, was den Tod angeht, ist unheimlich. Dennoch wollen wir einen ungezwungen Rahmen schaffen, in dem über die Bestattung gesprochen werden kann“, so Pfarrerin Merle Vokkert.

Friedhofsgärtner Dieter Steinmann betonte, dass sich die Bestattungskultur in den vergangenen Jahren komplett verändert habe. Während die Anzahl der Sargbestattungen zurückgegangen sei, habe sich die Zahl derjenigen, die ein Urnengrab wähle, erhöht. Mit dem Ergebnis, dass große Grabflächen nicht mehr üblich seien. „Der größte Park einer Stadt ist heute der Friedhof“, so Steinmann. Weil auch er mit der Zeit gehen und neue Formen anbieten müsse, werde nun über einen Bestattungsgarten nachgedacht, der dieser Entwicklung Rechnung trage.

Neue Wege geht auch Kirchenmusiker Johannes Köslin. „Da Beerdigungen immer individueller werden, hat die Kirchenleitung ausdrücklich die Empfehlung ausgesprochen, diesem Wunsch nachzugehen und die Lieder des Verstorbenen oder der Angehörigen mit einzubinden“. Dies sei aber bereits seit mindestens zehn Jahren so „und die Leute wissen das auch“, unterstrich Köslin. Neben den Informationen rund um die Formalitäten einer Bestattung, gab es für die Besucher die Möglichkeit, Kaffee und Kuchen zu genießen oder die Produkte des Bastelkreises zu erwerben. - jw

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