Verwilderte Friedhöfe sind ein Dauerthema

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Auf dem alten evangelisch-lutherischen Friedhof sieht der Steinhaufen wenig ansehnlich aus.

Altena - Ein Steinhaufen, zugewachsene Wege, wuchernde Hecken und ungemähter Rasen – die Friedhöfe in Mühlendorf sind teils ungepflegt und verwildert. Ein versteckter Wasserhahn in einem Busch vervollständigt das Bild.

Der Zustand der Friedhöfe ist Dauerthema, zuletzt wurde er bei Facebook angesprochen. Aber es geht nicht besser – das Geld ist knapp und so kümmert sich nur ein Mann um gleich zwei Ruhestätten. Axel Ossenberg pflegt den alten lutherischen und den stillgelegten reformierten Friedhof. Und dann ist er auch noch für die Urnenbestattungen zuständig. Da ist es wenig verwunderlich, dass Aufgaben oft nur grob erledigt werden können. So wurden die Flächen kürzlich zwar gemäht, der frische Rasenschnitt liegt jedoch auf Weg und Wiese.

„Wir können keine zweite Person einstellen“, rechtfertigt Karin Thomas vom Friedhofsausschuss die Pflegezustände. Ossenberg würde sich bemühen und zügig arbeiten, erklärt sie weiter. Oft kommt er mit seinen vielen Aufgaben jedoch nicht hinterher.

Die beiden lutherischen Friedhöfe hätten bei der Pflege Priorität, die reformierte Anlage werde nur sporadisch und wegen der Verkehrssicherungspflicht instand gehalten, sagt Thomas. Ein Zustand, den sie gern ändern würde, hätte die Gemeinde in ihrem Friedhofsetat das nötige Geld. Hilfe von der Stadt erhält die Gemeinde nicht und auch eine Gebührenerhöhung komme nicht infrage, „dann gehen noch mehr Leute nach Lüdenscheid.“

Die Firma Steinmann kümmert sich um den neuen lutherischen Friedhof. Dieser sieht im Vergleich zu den beiden anderen Ruhestätten auch wesentlich gepflegter aus.

Thomas appelliert an das Verantwortungsgefühl der Altenaer und würde sich über ehrenamtliche Helfer oder Hobbygärtner freuen, die Ossenberg unterstützen. - von Nathalie Kirsch

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