Ausstellung: 100 Jahre Friedensarbeit

Auf 14 Tafeln sind Dokumente aller Art über die Geschichte der Friedensarbeit zu sehen. Foto: Keim

Altena -  Ausstellungen und Dokumentationen zum Ersten Weltkrieg sind ein großes Thema, denn der Beginn des Krieges jährt sich zum 100. Mal. Ausstellungen zum Thema Friedensarbeit im gleichen Zeitraum haben es dagegen schwerer.

Davon konnten Ursula Rinke und Friedrich Petrasch als Vertreter der Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung im Märkischen Kreis berichten. Die Gruppe hat eine Ausstellung mit dem Titel „Frieden gegen Krieg - Gewissen gegen Gewehre“ konzipiert, die gestern im Burggymnasium eröffnet worden ist. Sie zeigt auf 14 Tafeln Presseberichte, Fotos und Dokumente anderer Art zum Thema Friedensarbeit im Märkischen Kreis und in Hagen. Bemerkenswert: Es handelt sich nach Angaben von Ursula Rinke um die einzige Ausstellung in NRW, die sich der Friedensbewegung widmet. Konzipiert wurde sie durch die Friedensgruppen Altena, Hagen, Iserlohn und Lüdenscheid. Den Löwenanteil der Zusammenstellung trug Matthais Wagner (Iserlohn) bei.

Während es für die jüngere Vergangenheit, also beginnend in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, viele Quellen gibt, wird die Spurenlage immer spärlicher, je weiter die Ausstellungsmacher zurückgreifen wollten. „Die Friedensinitiativen fristeten ein Schattendasein“, stellte Friedrich Petrasch fest. Zur Eröffnung trug Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier Gedanken zum Thema Krieg und Frieden vor, Grußworte kamen von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Musikalische Beiträge steuerten Klaus Neuhaus und Heinz Mührmann mit Liedern der Friedensbewegung bei („We shall overcome“), wobei sich zeigte, dass diese Titel der heutigen Schülergeneration nicht mehr sehr gegenwärtig sind. Die Austellung ist bis zum 6. Juli in der Burgstadt zu sehen und donnerstags von 16 bis 18 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Ende August wechselt sie nach Lüdenscheid.

- von Thomas Keim

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