Nach wie vor auf gutem Weg

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Dankeschön fürs Weitermachen: Dorothea Ossenberg Engels, Beisitzerin der Freunde der Burg Altena, überreichte dem Vorsitzenden Bernd Falz nach seiner Wiederwahl ein Präsent. Auch Landrat Gemke freut sich. 

Altena - Der Verein „Freunde der Burg Altena“ geht mit dem bewährten Kern des Vorstandsteams in die kommenden Geschäftsjahre. Einstimmig bestätigten die anwesenden Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung den 1. Vorsitzenden Bernd Falz, Schatzmeister Marc Kurtz und Schriftführerin Christine Kunzmann in ihren Ämtern. Weiterhin gesetzt ist Landrat Thomas Gemke als 2. Vorsitzender - so sieht es die Satzung vor.

In seinem Jahresbericht freute sich Bernd Falz vor allem über den Zuwachs an Mitgliedern: 371 waren es zum Stichtag 31. Dezember - das waren 21 mehr als ein Jahr zuvor. „Wir waren fleißig - das dauert lange“, scherzte der Vorsitzende, bevor er noch einmal die zahlreichen Aktivitäten des Vereins im Jahr 2017 aufzählte: Exkursionen, Vorträge und die Verschönerung der Burg machten deutlich, dass die Freunde der Burg ein sehr aktiver Verein sind.

Eine Glocke läutet nun dreimal täglich über der alten Jugendherberge, ins Deutsche Drahtmuseum flog die Drahtskulptur „Pegasus“, ein „Lüsterweibchen“ und eine Martin-Luther-Büste wurden restauriert. Nach einigen üppigen Jahren überstiegen die Ausgaben die Einnahmen um mehr als 20.000 Euro - eine Entwicklung, die allgemein begrüßt wurde. Zwar war der „Verlust“ aus Sicht des Schatzmeisters „ein großer Posten“. Doch der von ihm gehütete Schatz ist kein Selbstzweck, als welcher er auf besondere Aufmerksamkeit des Finanzamtes stoßen könnte.

Denn dieses entscheidet auch über die Gemeinnützigkeit eines Vereins. „Es ist gut, dass Ausgaben für die guten Projekte getätigt wurden“, stellte Marc Kurtz fest und rief zu einem „vernünftigen Augenmaß bei zukünftigen Projekten“ auf, „damit wir handlungsfähig bleiben“. Landrat Thomas Gemke erinnerte daran, dass Hinweise des Finanzamtes manchmal ganz hilfreich seien, und dankte dem Verein für die geleistete Arbeit und die Unterstützung für das Wahrzeichen des Märkischen Kreises. Dieser gibt jährlich etwa 1,4 Millionen Euro für seine drei Museen Burg Altena, Drahtmuseum und Luisenhütte aus. Fortgesetzt werde das Programm zur umfassenden Sanierung der Dächer der Burg, „bevor es irgendwo durchregnet und etwas kaputtgeht“, kündigte der Landrat an. „Bald sind alle Dächer der Burg neu gedeckt.“

Museumsleiter Stephan Sensen lieferte die Zahlen zum Burg-Geschäftsjahr 2017: Als Grund für einen Rückgang der Besucherzahlen von 130 000 auf 120 000 nannte er schlechte Witterung bei Großveranstaltungen. 50000 besuchten ausgewählte, kostenlose Besuchsbereiche, 70000 zahlten Eintritt für den großen Burgrundgang. Trotz des Rückgangs gab es ein Plus von 26 Prozent auf 31 5000 Euro bei den Einnahmen, was zum Teil auf den guten Verkauf der 0-Euro-Scheine mit der Burg zurückging. Besonders zufrieden zeigte sich Stephan Sensen mit der Entwicklung der museumspädagogischen Angebote: In 1376 Führungen wurden 19 055 Besucher fachkundig durch die Burg begleitet – das ist ein Plus von 15 Prozent.

Das Drahtmuseum lernten sogar 21 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr im Rahmen einer Führung kennen. Stephan Sensens Fazit fiel entsprechend aus: „Wir sind auf einem guten Weg.“

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