Pegasus ist gelandet

Bei der Vorstellung des neuen Ausstellungsstückes von links Bernd Falz (Freunde der Burg), Stephan Sensen, Künstlerin Susanne Jörgen, Hans Ludwig Knau und Christa Kunzmann (Freunde der Burg). -  Foto: Keim

Altena - Nach Stationen in Museen in Hamburg, Wien und Peking ist Pegasus jetzt gelandet – im Deutschen Drahtmuseum. Die Skulptur der Künstlerin Susanne Jörgen hat eine neue Heimat gefunden.

Nur Dank des finanziellen Einsatzes des Vereins Freunde der Burg sei es möglich gewesen, ein solches Kunstwerk anzuschaffen, betonte Museumsleiter Stephan Sensen. Im Raum „Draht und Kunst“ gesellt sich Pegasus, die vordere Hälfte eines Pferdes in einem mannshohen Sockel, nun zu Werken wie Raumzeittanz oder Aufbruch.

Bernd Falz, Vorsitzender der Freunde der Burg und Stephan Sensen wiesen auf den Weg des Kunstwerkes und seine bisher nur großstädtischen Stationen hin. „Altena ist jetzt der Höhepunkt“ – die Reise des Pegasus endet hier.

Noch ist die Präsentation nur als vorläufig anzusehen, denn die Skulptur war erst am Freitagvormittag in der Burgstadt eingetroffen. Ein optimaler Standort und eine andere Beleuchtung sollen noch gefunden werden, hieß es bei der Präsentation der Skulptur.

Susanne Jörgen sagte, der Reiz einer passenden Lichtsetzung liege darin, dass aus dem dreidimensionalen Korpus im Schattenwurf wieder ein zweidimensionales Abbild werde. Wie lange sie an Pegasus gearbeitet hat, das konnte die Wahl-Hamburgerin gestern gar nicht sagen. „Nach 40 Stunden habe ich aufgehört zu zählen“, beschrieb sie den Schaffensprozess.

Der Pferdekorpus besteht aus recht schlichtem Eisendraht, der aber gegen Korrosion behandelt wurde. Am Anfang von Jörgens Arbeit stehen stets Skizzen und Zeichnungen. Seit 2005 beschäftigt sich die Künstlerin mit Draht und formt daraus Skulpturen, was sie als „Zeichnen in der dritten Dimension“ beschreibt.

Im Anfangsstadium seien die Figuren auch jeweils recht klein, legten aber dann im Entstehungsprozess ein kräftiges Wachstum hin und würden immer größer.

Auf ihrer Homepage beschreibt die Künstlerin, wie sie einst zu ihrer Tätigkeit fand. In einer Buchhandlung und durch einen opulenten Bildband über Leonardo da Vinci: „Natürlich war er für mich kein Unbekannter, natürlich war ich ihm schon mehrfach irgendwo begegnet, doch er hatte mich noch nie so angezogen. Ich kaufte den sündhaft teuren schweren Bildband und zog mich mit Leonardo übers Wochenende zurück. So begann eine Fernbeziehung durch Raum und Zeit und meine eigene künstlerische Tätigkeit.“

www.drahtakt.com

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