Heiße Eisen und dunkle Kapitel: Freunde der Burg mit neuem Programm

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Heiß her geht es im Edelstahlwerk W.Ossenberg. Dorthin führt eine Tour der Freunde der Burg.

Altena –Heiße Eisen im Feuer und dunkle Nazi-Geschichte thematisieren die Freunde der Burg Altena in diesem Jahr. Hier gibt's eine Termin-Übersicht.

Ob sie das Wagnis mit Labskaus aus der Schiffskombüse eingehen soll? Dr. Christiane Todrowski ist noch unentschlossen. Die Kreisarchiv-Direktorin hat für die Freunde der Burg ein interessantes Programm zusammengestellt, bei dem Labskaus, das traditionelle Seemannsgericht, eine Rolle spielen könnte. 

Es gibt nämlich im Rahmen der Vortragsveranstaltungen eine Gemeinschaftsaktion mit der Friedrich-Naumann-Stiftung, die sich mit dem Schicksal und den Erfahrungen von Auswanderern nach Amerika im 19. Jahrhundert beschäftigt. 

100 Altenaer und Neuenrader wanderten aus

Das Thema passt sehr gut nach Altena, denn Auswanderung ist Teil der lokalen Geschichte: Im Jahr 1854 hatte der Pastor August Rauschenbusch eine Gruppe von 100 Altenaern und Neuenradern angeführt, die in die Neue Welt auswanderte. Ihr Ziel war Missouri. Heute besteht eine Städtefreundschaft mit dem Ort Owensville, in dem sich viele Familien aus Altena ansiedelten. 

Die Verbindung ist maßgeblich durch Heinz Linke zustandegekommen, der die Geschichte der Auswanderer recherchiert hat und Kontakt zu den Nachfahren der Auswanderer aufnahm. 

Die Freunde der Burg freuen sich auf einen „literarisch-musikalisch-kulinarischen Nachmittag“ im Festsaal der Burg. Er beginnt am Samstag, 25. April, um 17 Uhr. Es soll dabei auch an die Ernährung auf dem Schiff während der wochenlangen Überfahrt erinnert werden. Ob es dafür beim Labskaus bleibt, wird sich zeigen. 

Zu Gast im Edelstahlwerk

Laut, glühend und funkensprühend geht es zu bei einer Führung durch das Edelstahlwerk W. Ossenberg. Peter Ossenberg gewährt den Besuchern am Mittwoch, 29. Januar, um 12.30 Uhr Einblicke in eine nicht alltägliche Produktionsstätte. Teilnahme ist nur mit Voranmeldung unter 02352/9667055 möglich. 

Von der Gegenwart der Stahlproduktion geht es am Mittwoch, 26. Februar, um 19 Uhr zurück in die Vergangenheit, und zwar zum 1. Westfälischen Landwehr-Infantrie-Regiment. Hier wurden zwischen 1813 und 1815 die Märker zu den Waffen gerufen. Im Festsaal der Burg spricht Historiker Dr. Dirk Ziesing. Neues zu einem bekannten Namen hat Wolfgang Noack, Geschäftsführer des Kulturrings, zusammengetragen. 

Der König von Korsika

Es geht um Theodor von Neuhoff, der für einige Zeit König von Korsika war. Was „Theodore I. König von Korsika“ mit einer Münzstätte auf der Insel zu tun hatte, verrät Noack in der Burg Holtzbrinck. Beginn des Vortrags ist am Mittwoch, 25. März, um 19.30 Uhr. Voraus geht die Mitgliederversammlung der Burgfreunde um 18 Uhr. 

Das Sommerprogramm beginnt am Samstag, 13. Juni, mit einer Exkursion. Ziel ist das Museum Zitadelle Jülich, die Residenz von Herzog Wilhelm Jülich-Kleve-Berg, der auch Graf von der Mark war. Wilhelm wurde „der Reiche“ genannt. Die Exkursion wird geleitet von Dr. Christiane Todrowski. 

Neue Wege gehen am Sonntag, 16. August, Hans Ludwig Knau und Gerd Klimpel. Bei der Führung in der Nette heißt es „Eisen, Draht und Osemund – entlang der Nette, Teil 2“. „Es wird eine neue Strecke geben“, verrät Dr. Todrowski. Beginn ist um 16 Uhr. Auch ein dunkles Kapitel wird aufgeschlagen. 

Unter dem Titel „Es ist doch wohl mein gutes Recht zu erfahren, wer den Stein ins Rollen gebracht hat“, spricht Dr. Iris Bunte am Mittwoch, 30. September, um 19 Uhr im Festsaal der Burg. Dabei geht es um Denunziationen beim staatlichen Gesundheitsamt Altena in der Zeit des Nationalsozialismus'.

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