Nur wenige Freistellungen

Freude über Schulstart bei Abschlussschülern

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Mit einem Aufsteller zeigt Schulsozialarbeiter Thomas Mölle den Schülern an der Sekundarschule, wie ein Abstand von 1,50 Meter aussieht.

Altena - Seit Donnerstag sind die Schulen wieder geöffnet und die ersten Schüler – diejenigen, die unmittelbar vor dem Schulabschluss stehen – dürfen zurückkehren. In Altena scheinen die froh darüber zu sein, wie Hans-Ulrich Holtkemper, Schulleiter des Burggymnasiums, und Anne Rohde, Direktorin der Sekundarschule, berichten.

„Die Schüler haben sich nicht nur gefreut, wieder aufeinanderzutreffen, sondern haben auch noch einmal die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Schule so zu sehen, wie sie jetzt aussieht“, sagt Hans-Ulrich Holtkemper. Darüber seien viele froh, denn neben den einzuhaltenden Regeln hat sich auch einiges im Gebäude verändert, und es sei gut, das nicht erst unmittelbar vor der Prüfung festzustellen. Desinfektionsmittel wurde platziert, ein Einbahnstraßensystem erstellt.

Die Regeln seien gut eingehalten worden, lobt der Schulleiter. Er hat bereits auf dem Weg zur Schule beobachtet, dass Schüler einen Mundschutz trugen und den nötigen Abstand einhielten. Am ersten Schultag suchten allerdings erst einmal nur rund 30 Schüler die Schule auf. „Wir beginnen gestaffelt nach den Prüfungsterminen mit einzelnen Gruppen“, erklärt Hans-Ulrich Holtkemper. So kamen gestern die Schüler, die am 12. Mai ihre Abiturprüfungen in den Fächern Biologie, Physik und Chemie schreiben.

Etwas anders, aber auch sehr diszipliniert lief es in der Sekundarschule ab. „Die Schüler wurden von den Lehrern auf dem Schulhof abgeholt, zu den Klassen gebracht und informiert, wie es weitergeht. Das lief alles sehr diszipliniert ab“, lobt Schulleiterin Anne Rohde. Zudem wurde den Schülern ein Stundenplan mit den Hauptfächern ausgehändigt. Drei Lehrer sind zukünftig für jeweils eine Schülergruppe zuständig.

Am Donnerstag hat der Unterricht unter anderem am Bergstadtgymnasium wieder begonnen. 

„Die Schüler haben sich gefreut, dass sie wieder in die Schule gehen dürfen“, berichtet Anne Rohde. Nach der ersten Verkündung, dass die Schulen wieder öffnen, hatte sie den Kontakt zu allen betreffenden Schülern gesucht. Alle hätten gesagt, sie wollten kommen und nur wenige, die zur Risikogruppe gehören, hätten um eine Freistellung gebeten. „Sowohl den Schülern selbst als auch den Lehrern ist daran gelegen, dass sie einen vernünftigen Abschluss machen, um wie geplant eine Lehre anzutreten oder eine weitere Schule zu besuchen“, sagt sie.

Das Wohlbefinden stand beim Schulstart im Mittelpunkt. Schulsozialarbeiter Thomas Mölle hat sich gemeinsam mit seinem Beratungsteam ein Konzept überlegt. Darin geht es zum einen darum, die Schüler in dieser Situation aufzufangen und zum anderen darum, ihnen die neuen Regeln näher zu bringen. Mit Hilfe eines Aufstellers und einer Folie wurden der einzuhaltende Abstand von 1,50 Meter verdeutlicht und wichtige Informationen zum Coronavirus in Schülersprache formuliert. Vorab gab es eine Information, wie sich die Schüler auf dem Schulweg verhalten sollten.

Ein Angebot ist, Kommentare auf Tapetenrolle aufzuschreiben, die einem durch den Kopf gehen. Die Sozialarbeiter möchten damit die Stimmung einfangen. In den Lerngruppen gibt es dann noch die Möglichkeit, privaten Sorgen anonym aufzuschreiben. „Dabei geht es um individuellere Sorgen und Gedanken“, erklärt Mölle.

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