Freispruch erster Klasse für 38-jährigen Altenaer

Symbolbild

ALTENA ▪ Mit einem Freispruch endete das Verfahren gegen einen 38-jährigen Altenaer, dem die Staatsanwaltschaft in elf Fällen Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen hatte.

Im Zeitraum von März bis Oktober 2011 soll er jeweils ein Gramm an einen 19-jährigen Hemeraner und dessen älteren Bruder verkauft haben. Im September und Oktober 2011 sollen dann in fünf Fällen je zehn Gramm an den 19-Jährigen verkauft worden sein.

Die beiden Zeugen hatten bei der Polizei angeben, sie seien sich sicher, den Angeklagten erkannt zu haben – zu 80 Prozent. Im Gerichtssaal sah die Sache anders aus. „Ich habe den Mann hier noch nie gesehen. Wenn ich dort Drogen gekauft habe, dann nicht beim Angeklagten“, sagte einer der beiden Zeugen. Der andere wollte ihn schon einmal gesehen haben – aber nicht in Zusammenhang mit Drogenkäufen.

Der Angeklagte selber bestritt vehement, jemals Drogen verkauft zu haben und bezeichnete sich als Opfer einer Verwechslung. Der 38-jährige Altenaer räumte lediglich ein, dass einer der beiden Zeugen ihn in zwei Fällen gebeten habe, ihm Marihuana zu verkaufen. „So etwas mache ich aber nicht.“

Die Staatsanwaltschaft und Richter Dirk Reckschmidt zogen die Konsequenz: Der Angeklagte wurde freigesprochen. ▪ Thomas Krumm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare