Der Freibad-Spaß geht los

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Die Startblöcke am großen Freibad-Becken werden ausgiebig genutzt. Dabei stellt sich den jungen Badegästen vor allem eine Frage: „Wer schafft die mächtigste ,Arschbombe‘?“ Dieser Versuch scheint zumindest schonmal gut geklappt zu haben.

Altena - „Warum sollten wir woanders hin, wenn es hier so schön ist?“ Familie Appelhans gehört zu den vielen Altenaern, die das Dahler Freibad in den Sommermonaten oft und gerne nutzen. Zur Eröffnung am Wochenende blieb der Ansturm allerdings noch aus.

Die meisten Gäste kamen am Samstag: „Es waren etwa 700. 1000 sind an den guten Tagen üblich“, weiß Badleiter Uwe Wagner. Der eher ruhige Saisonstart sei aber normal. „Die Leute brauchen immer ein bisschen – im Laufe der Saison wird es besser.“ 

Der Schwimmmeister weiß, dass die Gäste vor allem die entspannte Atmosphäre genießen und es schätzen, dass das Freibad nicht so überfüllt und groß ist wie manch andere in der Umgebung. „Das zieht die Leute an“, sagt Wagner. 

Die Wasserrutsche ist vor allem ein großer Spaß für die Kinder und Jugendlichen. Schnell sausen sie die kurvigen Bahnen immer wieder hinunter.

Allerdings weniger aus dem weiteren Kreis: „Es sind hauptsächlich die Altenaer selbst, die herkommen, oder Leute aus Ihmert und Hemer.“ Auch Familie Appelhans wohnt „direkt um die Ecke“: „Wir treffen hier Freunde und Bekannte und kommen auch deshalb gerne regelmäßig her“, erzählen sie. 

Doch noch ein weiterer Grund scheint die Altenaer in das Freibad zu ziehen: „Wir wollen unsere Stadt unterstützen!“, betonen Heinrich Felix und Marius Folwarczny. Die beiden Nettenscheider sind froh über die Schwimmmöglichkeit vor Ort und möchten sie durch ihre Besuche erhalten. „Wir gehen deshalb auch nur in dieses Bad.“ 

Dahler Freibad eröffnet die Saison

Während die Erwachsenen zumeist die Sonne genießen, nutzen die Kinder die Chance zum Toben. An den Startblöcken am großen Wasserbecken ist vor allem eines wichtig: Wer schafft die beste „Arschbombe“ und lässt am meisten Wasser hoch spritzen? 

Von links: Heinrich Felix und Marius Folwarczny wohnen in Nettenscheid und möchten das Freibad vor Ort gerne unterstützen.

Eine Mädchen-Gruppe versucht sich derweil im Synchron-Springen und einige Jugendliche tragen auf den Schultern der Freunde den harten Kampf um „Wer fliegt als erstes ins Wasser?“ aus. 

Doch auch die ganz kleinen Badegäste kommen nicht zu kurz. Die Evingserin Melanie Schmoll planscht mit ihrer Tochter Elli im Kinderbecken. „Schon letztes Jahr waren wir eigentlich immer bei gutem Wetter hier“, erzählt sie. 

Melanie Schmoll und die zweijährige Elli halten sich am Kinderbecken auf – dort kann auch die Kleine den Badespaß genießen.

Ebenso wie Yigit, sieben Jahre, und Ceyman Yaman, acht Jahre. Die Geschwister freuen sich nicht nur über die Wasserrutsche, die die lange Wiese hinunter führt, sondern tanken auch regelmäßig ihre Wasserpistolen auf. 

Wer etwas Abwechslung vom Badespaß sucht, kann seit dieser Saison übrigens auch Denksport am Beckenrand betreiben. Dort steht ein großes Schachspiel, das vom Badpersonal für die Gäste gespendet wurde. „Das ist wirklich eine schöne Aktion“, sagt Badleiter Wagner.

So heiß ist es im Dahler Freibad wirklich:

Wer an den Sommertagen Abkühlung sucht, ist im Dahler Freibad genau richtig. Aber aufgepasst: An so mancher Stelle kann es auch dort ganz schön heiß werden. Ein paar „Temperatur-Highlights“ vom Wochenende: 

- Wer in seinen knappen Badesachen einen Sitzplatz sucht, sollte sich vielleicht erst ein Handtuch über den Stuhl legen – stolze 48,8 Grad Celsius heiß werden die Sitzgelegenheiten aus Kunststoff nämlich in der Sonne. 

- Etwas angenehmer ist es dann auf den Liegedecken. Die werden kuschelige 31,8 Grad warm. 

- Wem das noch zu viel ist, der kann sich im Wasser erfrischen – die Oberfläche ist dort angenehme 22,6 Grad kühl. Aber Vorsicht auf dem Weg zum Freibad-Becken: Die Temperatur auf den Treppenstufen beträgt 33,6 Grad. 

- Doch es geht noch heißer: Auf der Nestschaukel strahlt die Hitze nicht nur von der prallen Sonne herab – der darunter liegende Sand heizt zur Mittagszeit auf 46,9 Grad auf. 

- Pech haben zuletzt die Sonnenparker. Die Auto-Karosserie erreicht problemlos 55,7 Grad und mehr. Wer hingegen einen Schattenplatz ergattert hat, darf sich freuen über die beinahe erfrischenden 27,3 Grad, die ihn erwarten.

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