Vorbereitungen laufen

Freibad in Dahle: Ein Öffnungstermin im Visier

Ein bisschen wenig Wasser zum Schwimmen... aber das Becken läuft langsam voll im Dahler Freibad. Schwimmmeisterin Luisa Stagni kümmert sich um die Vorbereitung für die neue Saison.
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Ein bisschen wenig Wasser zum Schwimmen... aber das Becken läuft langsam voll im Dahler Freibad. Schwimmmeisterin Luisa Stagni kümmert sich um die Vorbereitung für die neue Saison.

Schwimmbäder im MK dürfen wieder öffnen. Die Inzidenz liegt stabil unter 100. Die Schwimmer in Altena müssen sich gedulden. Das Dahler Bad öffnet noch nicht.

Altena – Der erste Besucher war schon im Dahler Freibad – obwohl es für Besucher geschlossen ist und die Saison noch nicht begonnen hat. Es war – eine Ente. Luisa Stagni lacht. „Aber da war das Wasser noch grün.“

Jetzt ist es kristallklar, aber noch etwas zu wenig zum Schwimmen. Das Becken wird derzeit gefüllt. Klopfen denn die Frühschwimmer schon an die Tür? Fragen die Vereine nach? „Natürlich gibt es Nachfragen“, berichtet die neue Schwimmmeisterin. „Manche rufen an, aber ich wurde auch schonmal beim Einkaufen angesprochen, wann es denn wieder los geht.“

Schnell sinkende Inzidenz nicht absehbar

Das wird noch ein wenig dauern. „Wir hoffen insgeheim, dass wir zum Start der Sommerferien beginnen können“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Hendrik Voss. Das wäre am 5. Juli. Denn das Dahler Bad soll erst öffnen, wenn auch die Liegewiese nutzbar ist. Das ist laut aktueller NRW-Coronaschutzverordnung ab einer stabilen Inzidenz von unter 50 möglich, mit negativem Corona-Test.

„Das ist mit der Politik so abgestimmt. Wir wollen einen richtigen öffentlichen Betrieb, aber natürlich mit Einschränkungen.“ Bei dieser Abstimmung vor einigen Woche sei allerdings nicht absehbar gewesen, dass die Inzidenz so schnell sinkt und eine Öffnung für Schwimmbäder so zeitnah in Reichweite rückt.

„Heiß, den Betrieb wieder aufzunehmen“

Ein reiner Schwimmbetrieb ist schon bei einer stabilen Inzidenz zwischen 50 und 100 möglich. Doch diese kleine Lösung soll es im Dahler Bad nicht geben. Voss erinnert daran, dass Änderungen der Coronaschutzverordnung – wie in der Vergangenheit – jederzeit möglich sind. Also gilt das Prinzip Hoffnung. „Natürlich sind wir alle heiß, dass wir den Betrieb wieder aufnehmen können“, sagt Voss. Aber: „Alle haben sich mittlerweile an Corona gewöhnt.“ Deswegen sei die Zahl der Nachfragen nicht exorbitant groß.

Die Vorbereitungen laufen an der Mondhahnstraße, um den Saisonstart einzuläuten. Einiges wurde erledigt: Grünschnitt, Malerarbeiten, Beckenreinigung „und aufräumen“, fügt Hendrik Voss hinzu. Derzeit wird das Becken befüllt. Das dauert gute zwei Wochen. „Insgesamt brauchen wir etwa vier Wochen, um einsatzbereit zu sein“, berichtet Hendrik Voss.

Corona-Konzept 2020: 250 Besucher zeitgleich

Dem Bad steht also die zweite Corona-Saison bevor: Es werde erneut ein Hygienekonzept erforderlich sein, kündigt der Badchef an. Die 2020 angewandten Regeln hätten sich gut bewährt. Ob man sie trotzdem noch modifizieren muss, müsse sich zeigen. Um die Hygienevorgaben umsetzen zu können, hatte der Bäderbetrieb ein Schichtsystem eingeführt. Am Ende einer jeden von drei Schichten wurden alle Flächen und Umkleidebereiche desinfiziert.

Aufgrund des erhöhten Reinigungsaufwands standen den Badbesuchern in der vergangenen Saison lediglich die Sammelumkleiden zur Verfügung, die Einzelumkleiden blieben den Sommer über geschlossen. Maximal 250 Besucherinnen und Besucher wurden jeweils zeitgleich eingelassen. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

Rund 50.000 Euro bei Strom und Heizung gespart

Corona hat natürlich zu einer ganzen Reihe von Einschränkungen geführt. Der drastischste Einfluss wird bei den Besucherzahlen offenbar. Hatte man in Dahle bis August 2019 insgesamt 39 065 Badegäste gezählt, so waren es bis August 2020 nur noch 16 192. Das Bad verursacht naturgemäß hohe Kosten, die sich durch die Eintrittsgelder bei Weitem nicht decken lassen: Um die 700 000 Euro werden fällig, beziffert Hendrik Voss die jährliche Belastung.

Das dürfte auch im vergangenen Jahr kaum anders gewesen sein, trotz der langen Schließung. Zwar sei der Jahresabschluss für 2020 noch nicht fertiggestellt, doch habe es Einsparungen bei Strom- und Heizkosten gegeben. Hier handele es sich um eine Summe von vielleicht 50 000 Euro. Die gute Nachricht: Das Personal, sechs fest angestellte Kräfte, musste nicht in Kurzarbeit geschickt werden, sondern unterstützt die Stadtverwaltung, unter anderem im Ordnungsamt.

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