1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Frei- und Hallenbad: Wiederinbetriebnahme erst 2025?

Erstellt:

Von: Thomas Bender

Kommentare

Langsam wächst Gras über das Frei- und Hallenbad. Nach der Flutkatastrophe ist in Dahle noch nicht viel passiert. Jetzt soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.
Langsam wächst Gras über das Frei- und Hallenbad. Nach der Flutkatastrophe ist in Dahle noch nicht viel passiert. Jetzt soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. © von der Beck, Peter

Auch das Frei- und Hallenbad in Dahle steht auf der Prioritätenliste des Projektmanagements für die Beseitigung der Hochwasserschäden. Das heißt aber nicht, dass in absehbarer Zeit konkrete Maßnahmen erfolgen.

Gut ein Jahr nach der Flut ist nämlich immer noch nicht klar, wie es eigentlich weitergehen soll.

Immerhin wird jetzt das Gespräch mit den organisierten Nutzern der Sportstätte gesucht: Für den 29. Oktober würden „alle, die einen Schlüssel haben“, zu einem Workshop eingeladen, kündigte Karin Brenner, die neue Chefin des Bäderbetriebs, an. Schlüssel für das Bad haben alle wassersportreibenden Vereine. Mit ihnen gebe es erst „ein, zwei Stunden Wünsch-Dir-Was“, dann werde pragmatisch überlegt, worauf bei Neubau oder Sanierung zu achten sei. „Ich werde darauf achten, dass da keine Wolkenkuckucksheime entstehen“, versprach Brenner. Hanna Freissler (CDU) regte in der jüngsten Ratssitzung an, zu diesem Gespräch auch die Schulen einzuladen.

Machbarkeitsstudie: Wird neu gebaut oder saniert?

Die Ergebnisse dieses Workshops fließen in eine Machbarkeitsstudie ein. Sie soll die Frage beantworten, ob neu gebaut oder saniert werden soll. Brenner berichtete in diesem Kontext, dass inzwischen auch Schäden am Außenbecken sichtbar würden, das man bisher für einigermaßen intakt gehalten hatte: „Es hat eine große Beule.“ Ganz wichtig sei im Zusammenhang mit den Entscheidungen rund um das Bad auch die Frage, wie es eigentlich mit den beiden Bächen weitergehen soll, die die Schäden verursachten, erklärte Ronny Großer vom Projektmanagement.

Das Bad unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe: Nicht nur das Außengelände wurde überflutet, sondern auch der Keller des Bades. Dort befindet sich nahezu die gesamte Technik.
Das Bad unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe: Nicht nur das Außengelände wurde überflutet, sondern auch der Keller des Bades. Dort befindet sich nahezu die gesamte Technik. © Klaus Storch

Schließlich müsse verhindert werden, dass sich so eine Katastrophe wie die am 14. Juli 2021 wiederhole. „Das sind noch viele Steine, die wir bewegen müssen“, sagte der Ingenieur, der nicht vor 2025 mit der Wiederinbetriebnahme des Frei- und Hallenbades rechnet.

Vergabeordnung ist nicht mehr ausgesetzt

Warum Dinge jetzt länger dauern als in den Wochen und Monaten nach der Flut, erklärte C-und-E-Geschäftsführer Olaf Schwarz: Im Jahr 2021 sei die Vergabeordnung ausgesetzt gewesen, Aufträge zur Beseitigung von Flutschäden hätten freihändig vergeben werden können. Seit Januar seien die EU-Richtlinien zu Ausschreibungen und Vergaben wieder in Kraft: „In diesen Abläufen sind wir gefangen. Wir kommen da auch nicht raus.“ Das gilt auch für die jetzt anstehenden Aufgaben: An der Ausschreibung für die Machbarkeitsstudie wird noch gearbeitet, Gleiches gilt für die Planung für den Umgang mit den beiden Gewässern, die im Bereich des Bades verrohrt sind.

„Das Thema ,Zeit’ ist ein wichtiger Aspekt“, betonte Katrin Brenner, die gerne auf die Tube drücken möchte: „Wir müssen irgendwann zu Potte kommen und das Bad wieder öffnen.“

Auch interessant

Kommentare