Von CDU-Landesvorstand enttäuscht:

Frauenunion stärkt Voßbeck-Kayser den Rücken

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Gudrun Hein, Vorsitzende der CDU-Frauenunion Altena/Nachrodt-Wiblingwerde (vorne), besuchte mit mehr als zwei Dutzend Mitgliedern am Mitwoch, 8. Feburar,  die Kreis-Ausstellung historischer Arbeitsschutzplakate im Kreishaus I. in Altena.

Altena - „Schiebe nichts auf morgen, tue es gleich - unerledigte Arbeiten verfolgen dich noch im Schlafe!“ – Das Betrachten und historische Einordnen dieser markigen Plakat-Aussage auf einem von 50 historischen Arbeitsschutzplakaten aus der Wirtschaftswunderzeit wurde Mittwoch, 8. Februar,  im Kreishaus I an der Bismarckstraße eher nebensächlich.

Gesprächs- und vor allen Aufreger-Thema war vielmehr die Berichterstattung unserer Zeitung vom Vortag „Voßbeck-Kaiser auf Platz 50“. Die nahm Bezug auf die Zuweisung eines Reservelistenplatzes der Landes-CDU für die anstehenden Bundestagswahlen im Herbst. „Ich war bass erstaunt“, sagte Vorsitzende Gudrun Hein. „Das kann doch wohl nicht sein, bei dem Einsatz, den Christel geleistet hat.“ Und Rita Hosse pflichtete ihr bei.

Präzenz gezeigt

Die Präsenz, die die Abgeordnete gezeigt habe, sei mehr als aller Ehren wert. Wo bleibe denn im Falle, dass die Liste nicht ziehe und Christel Voßbeck-Kayser ihre Arbeit in Berlin nicht fortsetzen könne, der Raum Südwestfalen? Da setzte auch eine andere Parteifreundin an. „Unverständlich. Wir haben keine Frauenquote, aber Männer haben sich durchgesetzt“. Und Ingeborg Becker fügte hinzu: „Ich habe geglaubt, wenn eine Frau etwas leistet, und das hat Christel getan, wird das auch honoriert. Das wirft uns ja um 20 Jahre zurück.“

Männer-Denken

Dr. Christiane Todrowski, Kreisarchivdirektorin, war es dann vorbehalten, die Plakate noch einmal vorzustellen und einen groben Abriss zu geben. Fachkundig, mit viel Humor und Witz, würzte sie ihre Betrachtung und stellte dabei auch im Einklang mit den Besucherinnen fest: So ganz ohne Wirklichkeitsbezug waren die Mahnungen und kritischen Plakatsätze ja nicht.

Plakatsätze

Auch wenn heute, in Zeiten von Mitbestimmung und engagierter Gewerkschaftsarbeit, wohl niemand mehr so versuchen würde auf Mitarbeiter einzuwirken. Die Ausstellung selbst wurde noch am Mittwoch, 8. Februar,  abgenommen. Die CDU-Führung war aber lange terminiert, musste gar wegen Krankheit verschoben werden. Hein dankte Todrowski für ihren Streifzug durch die Geschichte. „Es war einfach spannend und lehrreich“.

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